Betrugsmasche:

Rentnerin um 20 000 Euro geprellt

Eine Seniorin aus Lassan ist auf Betrüger hereingefallen, die Geld aus einem Gewinnspiel versprachen. Die Polizei warnt vor Leichtgläubigkeit.

Immer wieder fallen Senioren auf Betrüger rein und überweisen leichtgläubig Geld. Die Polizei kann gar nicht genug waren: Leute, passt auf!
Horst Ossinger Immer wieder fallen Senioren auf Betrüger rein und überweisen leichtgläubig Geld. Die Polizei kann gar nicht genug waren: Leute, passt auf!

Es fing ganz harmlos an. Eine Rentnerin aus Lassan bekam die Nachricht: Sie haben 69 000 Euro bei einem Gewinnspiel gewonnen. Diese Summe könnte aber nur ausgezahlt werden, wenn die 75-Jährige die dafür fälligen Bearbeitungs- und Zollgebühren entrichtet. Die Frau tat, was ihr geheißen wurde. Doch der erhoffte Gewinn kam trotzdem nicht. Stattdessen folgten weitere Telefonanrufe mit der Bitte, erneut mehrere Tausend Euro zu überweisen. Die Rentnerin – immer noch nicht misstrauisch – zahlte erneut: Diesmal sollte sie die Überweisung per paysafecard – eine aufladbare Geldkarte für den Internet-Zahlungsverkehr – abwickeln. Gesagt, getan. Aber der Gewinn blieb immer noch unerreichbar für die 75-Jährige. Im Gegenteil: Jetzt schaltete sich eine „Dame von Interpol“ ein. Die forderte erst Geld, und als das nicht kam, drohte sie mit einem Haftbefehl.

Jetzt reichte es der Lassanerin, und sie meldete sich völlig entnervt bei der Polizei. Sie hatte inzwischen völlig den Überblick über die von ihr geleisteten Zahlungen verloren. Alles in allem aber schätzen die Ermittler, dass die Frau den Betrügern seit Juli 2013 rund 20 000 Euro überwiesen hat.

„Dieser Betrugsfall zeigt wieder einmal, wie skrupellos die Täter vorgehen“, sagt Polizeisprecher Axel Falkenberg. Ähnliche Fälle habe es bereits in anderen Orten des Landkreises gegeben. Dabei handelt sich zumeist um ältere Opfer. Darum warnt er vor solchen Zahlungen – vor allem, wenn Gewinne angekündigt werden aus Spielen, an denen man nicht einmal teilgenommen hat. „Ältere und alleinstehende Menschen fallen häufiger auf solche Betrügereien herein. Das liegt daran, dass es oft lange dauert, bis sie sich anderen Personen anvertrauen oder Bekannte darauf aufmerksam werden.“ Darum appelliert Falkenberg eindringlich an Betroffene, nicht zu zögern und sofort Angehörige, Bekannte oder die Polizei zu informieren. Nur so könne Schaden verhindert werden.