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Schmier-Attacken auf AfD und Burschenschaft

In Greifswald hat es zwei Übergriffe mit mutmaßlichem politischem Hintergrund gegeben: Ziel der Attacken war ein AfD-Büro und das Haus einer Burschenschaft.

Mithilfe eines manipulierten Feuerlöschers besprühten die Täter die Fassade des Hauses der Burschenschaft Markomannia am Karl-Marx-Platz in Greisfwald
Maximilian Tabaczynski Mithilfe eines manipulierten Feuerlöschers besprühten die Täter die Fassade des Hauses der Burschenschaft Markomannia am Karl-Marx-Platz in Greisfwald

In Greifswald hat die Polizei zwei Übergriffe auf Gebäude in der Innenstadt registriert, bei denen es vermutlich einen politischen Tathintergrund gab. Zunächst wurde am Mittwochabend das erst vor Kurzem eröffnete Büro der AfD in der Kreisstadt angegriffen. Es befindet sich am Mühlentor, in den Räumlichkeiten, in denen der frühere Greifswalder SPD-Abgeordnete Erwin Sellering sein Büro hatte. Dort besprühten unbekannte Täter einen Aufsteller mit türkiser Farbe. Den Schaden schätzt die Polizei auf 150 Euro.

Am heutigen Morgen wurde den Beamten dann eine großflächige Attacke mit schwarzer Farbe auf das Gebäude der Greifswalder Burschenschaft Markomannia gemeldet. Dort hatten wiederum unbekannte Täter mithilfe eines wohl gestohlenen und manipulierten Feuerlöschers große Mengen schwarzer Farbe auf die Hausfassade aufgetragen. Die Schmierereien reichen bis ins zweite Obergeschoss, insgesamt beträgt die verunstaltete Fläche rund 90 Quadratmeter. Die Polizei geht von einer Schadenshöhe von 10.000 Euro aus.

Wegen des vermuteten politischen Hintergrunds der Straftaten ermittelt in beiden Fällen jetzt der Staatsschutz. Die Polizei bittet eventuelle Zeugen, sich unter 0395-55822224 beim Polizeipräsidium Neubrandenburg zu melden. Es war nicht der einzige Fall, bei dem der Staatsschutz in Vorpommern in diesen Tagen tätig werden musste. Die Beamten ermitteln ebenfalls bei einer offensichtlich rechtsextrem motivierten Tat in Pasewalk, die am Freitag bekannt wurde.