Dauerbaustelle Keilstraße:

Schon wieder Chaos in Anklams Innenstadt

Anklam ist derzeit die Stadt der Baustellen und Bagger: Häuserabriss, Straßenbauarbeiten und Straßensperrungen. Wie lange die neueste Sperrung anhalten wird, will keiner beantworten. Stadt und Bauunternehmen schieben die Verantwortung weiter.

Die Baustelle in der Anklamer Keilstraße hat sich bis über die Einfahrt zum Markt und zur Burgstraße hinaus ausgedehnt. Und es sieht nicht so aus, als wenn diese Kreuzung bald wieder genutzt werden könnte.
Oliver Wunder Die Baustelle in der Anklamer Keilstraße hat sich bis über die Einfahrt zum Markt und zur Burgstraße hinaus ausgedehnt. Und es sieht nicht so aus, als wenn diese Kreuzung bald wieder genutzt werden könnte.

Das Verkehrschaos in Anklam hält an. Schuld sind daran: immer neue Baustellen. Erst die komplette Sperrung der Keilstraße, dann die kurzzeitige Sperrung der Steinstraße wegen des Abrisses der WBS-70-Platten an der Ostseite des Marktes und nun das: Seit Montag ist auch die Einmündung in die Burgstraße auf der Westseite des Marktes gesperrt. Das sorgt mal wieder für Verwirrung bei den Autofahrern. Manche drehen erst direkt vor der Bake, andere fahren sogar kreuz und quer über den Marktplatz. Da stellt sich doch die Frage: Warum und wie lange wird die Straße überhaupt gesperrt sein?

Wasserleitungen werden erneuert

Das Warum ist relativ schnell geklärt. Im Zuge der Bauarbeiten auf der Keilstraße muss ein Knotenpunkt der Trink-, Regen- und Schmutzwasserleitungen erneuert werden. Ute Bartelt vom Anklamer Bauamt sagt: „Es ist alles im Rahmen. Die Sperrung war bei der Planung der Bauarbeiten für den Bedarfsfall vorgesehen.“ Der sei nun eingetreten und deswegen ist seit Montagmorgen die
Einfahrt in die Straße gesperrt. Der Bagger hat inzwischen den Asphalt aufgerissen und nun klafft ein großes Loch in der Straße. Es sieht nicht so aus, als ob hier bald wieder Autos fahren können.

Und wie lange wird die Sperrung an der Einfahrt zur Burgstraße dauern? Darauf gibt niemand eine klare Antwort und die Beteiligten schieben die Verantwortung weiter. Bauamtsleiterin Sylvia Thurow spricht von einer „kurzzeitigen Sperrung“ und verweist auf die Bauunternehmen, die es genauer wissen sollten. Doch die sagen, dass die Stadt als Bauherrin dafür verantwortlich sei und man sich bei der Frage an sie wenden solle. Aus informierten Kreisen heißt es jedoch, dass die Bauarbeiten und auch die Sperrung bis ins nächste Jahr dauern würden.

Ärger: Sperrung nicht angekündigt

Angekündigt war die Sperrung im Übrigen nicht. Daher waren die Autofahrer Montag vollkommen überrascht. Gerade erst haben sie sich an die Umleitung wegen der gesperrten Keilstraße gewöhnt. Dass es aus Richtung Steinstraße jetzt auf einmal nicht mehr bis zur Marktwestseite weitergeht, merken die meisten Autofahrer erst, wenn sie vor den weiß-roten Baken stehen. Also heißt es Wenden. Ein Sackgassen-Schild warnt zwar, doch das ist so ungeschickt positioniert, dass es erst zu spät gesehen wird. Rechtsabbieger aus der Peenstraße sehen es sogar überhaupt nicht. Davon sind einige Autofahrer so genervt, dass sie eine illegale Abkürzung nehmen und mit ihren Autos quer über den Marktplatz fahren. „Ohne Rücksicht auf Fußgänger. Unverantwortlich!“, findet das Sylvia Thurow und hat deswegen dafür gesorgt, dass die Absperrbarken weiter vorgezogen werden und die illegale Abkürzung nicht mehr möglich ist.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung