Nach Wohnungsbrand:

Seniorin und Baby in Klinik

Die Feuerwehren der Region rückten zu einem Großeinsatz in Jarmen aus: In der Lindenstraße brannte die Wohnung einer 96-Jährigen. Alle Bewohner des Hauses mussten evakuiert werden, die schwer verletzte alte Frau und ein Baby kamen ins Krankenhaus.

An die 50 Feuerwehrleute waren im Einsatz, als am Samstagabend im Gebäude Lindenstraße 14 in Jarmen brannte.
Stefan Hoeft An die 50 Feuerwehrleute waren im Einsatz, als am Samstagabend im Gebäude Lindenstraße 14 in Jarmen brannte.

Keine hundert Liter Wasser brauchte die Feuerwehr, um den Schwelbrand in der zweiten Etage des Hauses Lindenstraße 14 in Jarmen zu löschen, aber die Folgen des Feuers vom Samstagabend waren trotzdem verheerend: die betroffene Wohnung verwüstet, die 96-jährige Bewohnerin so schwer verletzt, dass große Fragezeichen hinter ihrem Überleben stehen.

Und es hätte alles noch viel schlimmer kommen können, gibt es in dem der Kommune gehörenden Gebäude doch insgesamt sechs Wohnungen, befindet sich gleich nebenan das Altenheim "Annastift".

Gegen 17 Uhr brach der Brand aus, die Jarmener Feuerwehr war in kürzester Zeit vor Ort. Das Feuer hatte offenbar den Sessel der 96-Jährigen erfasst. In den Räumen herrschte so eine Hitze, dass die Scheiben der Fenster zersprangen und sämtliche Plastikteile in dem besonders betroffenen Zimmer schmolzen.

Die Frau ist derzeit nicht ansprechbar

Letztlich gelang es den Kameraden schnell, die Bewohnerin mittels einer Decke aus den völlig verqualmten Räumen zu bergen, gleichzeitig liefen die Brandbekämpfung und die Rettung der übrigen Personen in dem Haus an.

Ein Teil von ihnen hatte sich in der gegenüberliegenden Wohnung am äußersten Fenster in Sicherheit gebracht, darunter eine junge Mutter mit ihrem fünf Monate alten Säugling. Nachdem die Kameraden mittels Lüfter das Treppenhaus weitgehend rauchfrei geblasen hatten, konnten auch diese Menschen gefahrlos ins Freie geleitet werden.

Das Baby wurde wegen des Verdachts einer Rauchgasvergiftung ins Universitätsklinikum Greifswald gebracht. Laut Polizei blieb es in Begleitung seiner Mutter vorsichtshalber zur Beobachtung. Die ebenfalls dort aufgenommene alte Frau hingegen sei nicht ansprechbar, hieß es in einer ersten Stellungnahme des Präsidiums Neubrandenburg.

Die Höhe des Sachschadens bezifferten die Beamten auf zirka 10 000 Euro, nach einem kräftigen Durchlüften können zumindest die anderen Wohnungen wieder genutzt werden. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen.

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