Geschacher um Anklams Filetgrundstücke:

Setzt sich der Windbaron durch?

Die Anklamer Stadtvertreter sollen darüber entscheiden, ob zwei kommunale Grundstücke an der Peene an Windbaron Stephan Schröder verkauft werden, der dort Wohn- und Geschäftshäuser bauen will. Wie das Votum ausfallen wird, ist aber noch nicht sicher.

Windbaron Stephan Schröder und seine Geschäftspartner Heiner Röger wollen das 3000 Quadratmeter große Hansequartier-Grundstück kaufen.
nk Windbaron Stephan Schröder und seine Geschäftspartner Heiner Röger wollen das 3000 Quadratmeter große Hansequartier-Grundstück kaufen.

Anklam. Soll Anklam seine Filetgrundstücke an der Peene verkaufen, über diese Frage werden Donnerstag die Anklamer Stadtvertreter in nichtöffentlicher Sitzung entscheiden. Windbaron Stephan Schröder und seine Geschäftspartner Heiner Röger wollen das 3000 Quadratmeter große Hansequartier-Grundstück kaufen und sich auf das daneben liegende 4000 Quadratmeter große Grundstück eine Kaufoption sichern. Der Kaufpreis pro Quadratmeter soll rund 65 Euro betragen: Schröder & Co. wollen an der Peene Wohn- und Geschäftshäuser errichten.

Der Haken an der Sache: Detaillierte Planungen zu ihrem Vorhaben legten die Unternehmer nicht vor, offenbar gibt es die bisher auch gar nicht.  Zudem zeigen sich die potenziellen Investoren kompromisslos: Wenn die Anklamer kein Interesse an ihrem Wirken haben, dann eben nicht. Bürgermeister Galander begrüßt das Vorhaben und unterstützt die Verkaufspläne und auch die IfA-Fraktion hat sich für den Verkauf der Grundstücke ausgesprochen. Doch gibt es auch Kritik: Der Finanzausschuss hat sich mit acht Stimmen gegen die vom Stadtbauamt eingereichte Verkaufsvorlage ausgesprochen. Stattdessen wolle man einen eigenen Vorschlag einbringen. Im Bau- und Wirtschaftsausschuss votierten fünf Abgeordnete für den Kauf, drei Mitglieder stimmten dagegen. Eine Mehrheit soll auch dadurch zu Stande gekommen sein, dass Bürgermeister Galander während der Sitzung massiv für den Verkauf geworben habe.

Die CDU-Fraktion will offenbar Widerstand gegen die Verkaufspläne leisten: Den Christdemokraten ist der Verkauf der Flächen ohne Garantien und Auflagen nicht geheuer. Das sieht die IfA ganz anders: "Wenn der Investor sich an die Auflagen des B-Plans hält, sind wir schon zufrieden."

Weiterführende Links

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung