Bauarbeiten:

So schön sieht es bald am Marktplatz aus

Das Geheimnis ist gelüftet: Die neue Markt-Ecke erhält ein „Türmchenhaus“, das sich seinem Gegenüber anpasst. Eine siebenköpfige Jury hat sich für den Entwurf eines Anklamer Ingenieurbüros entschieden.

Dieser Entwurf hat die Jury überzeugt: Abgesehen von kleinen „Nachbesserungen“ wird die Ecke Markt/Steinstraße dieses Aussehen erhalten.
Planungsbüro M. Kühn Dieser Entwurf hat die Jury überzeugt: Abgesehen von kleinen „Nachbesserungen“ wird die Ecke Markt/Steinstraße dieses Aussehen erhalten.

Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Während der Abrissbagger sich jeden Tag ein Stück weiter durch die WBS-70-Blöcke zwischen Anklamer Markt und Steinstraße frisst, sitzen die Planer bereits am Reißbrett, um die frei werdende Ecke neu zu gestalten. Grundlage dafür ist der Masterplan, der für die Altstadt erstellt wurde. Es gab schon viele Ideen, wie das Areal Steinstraße/Marktostseite einmal aussehen könnte, doch jetzt wird es konkret: Eine Studie, an der sich fünf Ingenieur- und Architektenbüros beteiligten, soll endlich Klarheit in die Bebauungspläne für die Ecke Markt/Steinstraße bringen.

Rund zwei Millionen stehen allein für das Eckhaus zur Verfügung. „Doch das sollte bei der Gestaltung der Entwürfe nicht im Vordergrund stehen. Wir wollten Ideen, die zu Anklam und vor allem zu den Anklamern passen“, sagt die Chefin der städtischen Grundstücks- und Wohnungswirtschafts GmbH (GWA) Susanne Bluhm, die Eigentümerin der neuen Häuser sein wird. Und dies sei mit dem Siegerentwurf desAnklamer Ingenieurbüros Matthias Kühn gelungen.

"Jetzt geht es an den Feinschliff"

„Es ist niemanden leicht gefallen, sich festzulegen. Alle Entwürfe hatten ein gewisses Etwas und viel Schönes. Doch wir mussten auch klarstellen: Wir sind hier in Anklam und nicht in Frankfurt am Main oder in Hamburg.“ Was heißt, einige Entwürfe waren für die Hansestadt offenbar zu „groß“ und vielleicht ein wenig zu modern. Schließlich geht es um die städtebauliche Sanierung des Anklamer Altstadtkerns und nicht um die Gestaltung einer aufsehenerregenden Skyline. Susanne Bluhm und die anderen sechs Jurymitglieder, zu denen neben Bürgermeister Michael Galander, Bürgervorsteher Frank-Thomas Starigk und Bauamtschefin Sylvia Thurow auch Stadtvertreter gehörten, haben lange über die vorgestellten Studien debattiert. „Doch am Ende war es eindeutig: Wir nehmen den Kühn-Entwurf.“ Denn: „Dieser Entwurf passt sich den Gegebenheiten des Umfeldes an. Was nicht bedeutet, dass er altbacken ist – im Gegenteil.“ Mit im Rennen waren ein weiteres Anklamer Unternehmen, ein Hamburger, Neubrandenburger und Greifswalder Büro.

„Jetzt geht es an den Feinschliff“, so Bluhm. Denn eins-zu-eins könne man das Projekt nicht umsetzen. Zudem müssen Fragen zur Größe der Wohnungen und Geschäfte sowie zur Wärmeversorgung geklärt werden. Dennoch soll spätestens im zweiten Quartal 2014 der Startschuss für den Bau fallen.