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Sparen ja, aber nicht an der Jugend

Das Innenministerium genehmigt den Haushalt von Vorpommern-Greifswald. Dafür muss der Kreis aber sparen - unter anderem an der Jugendförderung. Das will sich der Kreis aber nicht bieten lassen. Es gibt schon Ideen, woanders zu sparen.

Innenminister Caffier will, dass Vorpommern-Greifswald an der Jugendförderung spart. Nicht mit uns, sagen dazu die Mitglieder des Finanzausschusses.
Karl-Josef Hildenbrand Innenminister Caffier will, dass Vorpommern-Greifswald an der Jugendförderung spart. Nicht mit uns, sagen dazu die Mitglieder des Finanzausschusses.

In Sachen Jugendförderung bietet der Kreis-Finanzausschuss dem Innenministerium des Landes Paroli. Die Schweriner hatten den Haushalt des Kreises zwar genehmigt, allerdings auch einige Auflagen erteilt. So darf Vorpommern-Greifswald die für die Jugendförderung pro Kopf für 10- bis 26-Jährige lediglich 5,11 Euro ausgeben, obwohl der Kreistag sich mehrheitlich für eine Quote von 12,50 Euro ausgesprochen hatte. Das macht insgesamt Mehrkosten in Höhe von 272 000 Euro aus. „In dem Bereich dürfen wir einfach nicht kürzen“, beschwor Jürgen Kerath (SPD) seine Kollegen im Finanzausschuss. Er schlug vor, den Kostensatz in Sachen Jugendförderung bei 12,50 Euro zu belassen und die Mehrkosten 272 000 Euro gleichmäßig in allen anderen Haushaltsbereichen einzusparen.

Michael Galander (Kompetenz für Vorpommern) wurde noch konkreter. Er riet, die Verwaltung mit der Suche nach Einsparmöglichkeiten für den höheren Jugendförderungssatz zu beauftragen. Für diese Verfahrensweise votierten zehn Ausschussmitglieder. Lediglich der Vorsitzende des Finanzausschuss Jörg Hochheim (CDU) enthielt sich der Stimme.