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Staatsanwalt stellt das Verfahren gegen Marco Schulz ein

Fast ein Jahr hat die Staatsanwaltschaft gegen die Anklamer CDU-Hoffnung Marco Schulz ermittelt. Seine Stieftochter warf ihm sexuellen Missbrauch vor. Das Verfahren wurde eingestellt, doch an Normalität ist nicht zu denken.

Marco Schulz kann ganz leicht aufatmen: Die Staatsanwaltschaft hat das Ermittlungsverfahren gegen ihn eingestellt – allerdings hat die Gegenseite (seine Stieftochter) noch die Möglichkeit für eine Beschwerde.
Foto: Archiv Marco Schulz kann ganz leicht aufatmen: Die Staatsanwaltschaft hat das Ermittlungsverfahren gegen ihn eingestellt – allerdings hat die Gegenseite (seine Stieftochter) noch die Möglichkeit für eine Beschwerde.

Die Stralsunder Staatsanwaltschaft hat das Missbrauchs-Verfahren gegen Marco Schulz (CDU) eingestellt. Vor gut einem Jahr hatte seine Stieftochter die Vorwürfe erhoben und Anzeige gegen ihn erstattet.

Für den hoffnungsvollen CDU-Nachwuchspolitiker änderte sich von einem Tag auf den anderen alles. Von seiner beruflichen Tätigkeit als stellvertretender Verwaltungsleiter der Kriminalpolizei-Inspektion (KPI) Anklam ist er bis zum heutigen Tag beurlaubt. Unmittelbar nach Bekanntwerden der Vorwürfe legte er zudem alle politischen Ämter nieder.

Gleich zwei Gutachten hatte die Staatsanwaltschaft in Auftrag gegeben, um die Glaubwürdigkeit der jungen Frau zu überprüfen:. „Wenn wir bei derartigen Vorwürfen Anklage erheben, wollen wir sichergehen, dass es dann auch zu einer Verurteilung kommt“, erläutert Ralf Lechte, Sprecher der Stralsunder Staatsanwaltschaft. Im Fall von Marco Schulz kam die Staatsanwaltschaft zum Ergebnis: kein Gerichtsverfahren!

Rückkehr in die Politik ungewiss

Gegen die Einstellung des Verfahrens kann die Stieftochter innerhalb von 14 Tagen Beschwerde einlegen.

Gerade darum gibt sich Marco Schulz lediglich vorsichtig optimistisch. „Natürlich ist mir schon ein Stein vom Herzen gefallen, aber jetzt müssen wir in Ruhe schauen, wie es weiter geht. Was da passiert ist, das müssen wir erst einmal sacken lassen“, sagt Marco Schulz.  So denkt er auch noch gar nicht darüber nach, aktiv in die Politik zurückzukehren.