Prozess nach Attacke in Anklam:

Staatsanwaltschaft fordert Haftstrafen für Angriff auf Asylbewerber

Die Männer sollen Ende 2014 drei Asylbewerber in Anklam attackiert haben. Die Staatsanwaltschaft hat für zwei Männer Antrag auf Haftstrafen im Prozess am Amtsgericht Pasewalk gestellt, wie ein Gerichtssprecher sagte.

Den Angeklagten wird vorgeworfen, drei Asylbewerber zusammengeschlagen zu haben.
Archiv Den Angeklagten wird vorgeworfen, drei Asylbewerber zusammengeschlagen zu haben.

Staatsanwältin Heilwig Voß verlangte demnach für einen 27-Jährigen wegen gefährlicher Körperverletzung neun Monate Freiheitsstrafe, für seinen 22 Jahre alten Bekannten drei Monate Haft, weil er seinen Bekannten nicht davon abhielt. Bewährung solle es nicht geben. Eine weitere Angeklagte im Alter von 20 Jahren solle verwarnt werden, weil sie einen Ausländer geschubst habe.

Dem Trio war gefährliche Körperverletzung und mehrere andere Vergehen wie Fahren ohne Führerschein und Falschaussagen vorgeworfen worden. Sie sollen drei Asylbewerber aus Iran und Afghanistan im November 2014 am Bahnhof in Anklam angegriffen haben. Der Ältere soll zudem einen der Geschädigten mit einem Auto verfolgt haben. Ein Ausländer wurde leicht durch Schläge verletzt.

Die Angeklagten schwiegen zu Prozessbeginn vor Gericht. Die Opfer konnten sich kaum an Details erinnern und erkannten vor allem den Älteren wieder. Der Prozess wird am 26 Januar fortgesetzt, dann sollen auch die Urteile fallen.

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