Falscher Helfer:

Syrer betrügt Landsleute

Ein Syrer im Landkreis soll sich seine Hilfestellungen als Übersetzer für Flüchtlinge gut bezahlen lassen. Und das obwohl die gleiche Leistung von den Behörden kostenlos organisiert wird.

Yaser A. soll Landsleuten horrende Summen für Übersetzungsleistungen abgeknöpft haben.
Jochen Klein Yaser A. soll Landsleuten horrende Summen für Übersetzungsleistungen abgeknöpft haben.

Sprachkurse, Wohnungen, Transport: Mit den Flüchtlingen im Landkreis lässt sich gutes Geld verdienen. Klar, für Leistungen muss bezahlt werden. Traurig wird es aber, wenn ungerecht Geld verlangt wird.

So geschehen beim Jobcenter in Greifswald. Dort soll ein syrischer Student Flüchtlingen über 100 Euro für die Übersetzung von Anträgen abgeknöpft haben, indem er sich als Mitarbeiter ausgegeben hat.

In Teilen der Kreisverwaltung kennt man die Beschwerden über den jungen Mann. Nicht nur beim Jobcenter, sondern auch bei der Suche nach Wohnungen hat sich Yaser A. nach Nordkurier-Informationen seine Übersetzungen von Flüchtlingen gut bezahlen lassen.

Flüchtlinge haben Hemmungen, den eigenen Landsmann anzuzeigen

Und das obwohl der Landkreis eigene Integrationslotsen beschäftigt, die bei der Wohnungssuche kostenlos helfen. Ein juristisches Vorgehen sei schwierig. Auch wenn sich Flüchtlinge über die Abzocke beschweren. Den eigenen Landsmann bei der Polizei anzuzeigen, das sei für viele eben doch abschreckend.

Der Jarmener Rechtsanwalt Peter Warnke findet deutliche Worte für die Vorgehensweise des syrischen Studenten: „Das dürfte den Betrugsstrafbestand nach Paragraf 263 StGB erfüllen. Hier wird über die Tatsache der Kostenfreiheit getäuscht, mit der beabsichtigten Folge der irrtumsbedingten Vermögensverfügung. Dadurch entsteht ein finanzieller Schaden. Dieser Anfangsverdacht sollte ein staatsanwaltliches Ermittlungsverfahren auslösen.“

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Kommentare (6)

Nicht doch so was, Fachkraft ist er.

...NPD-Troll.

Sie können dem Dolmetscher ja auch noch eine kleine Anerkennung zukommen lassen. :-))Grins

DIE WAHRHEIT...TUT MANCHMAL WEH. Willkommenskultur mal anders...

Eben, eine Fachkraft, die ihre Hilfe auf dem "freien" Markt anbietet. Ist doch wie mit Anwälten, entweder nimmt man einen staatlich diktierten oder man sucht sich selber einen. Der Yaser A. kennt sich sicher auch bestens auf den Ämtern aus und weiß sicher auch besser, wo man schnell und unkompliziert die staatlichen Gelder bekommt :) Quasi die Helena Fürst der Wirtschaftsflüchtlinge...

Hat er denn nicht dem überforderten Staat in seinem Engpass geholfen? So gehts nun auch nicht. In der Marktwirtschaft hat jede leistung ihren Preis! Geschenke gabs in der DDR.