Sturz aus Fenster auf Eisenstange:

Tausend Schutzengel für die kleine Schwester

Das Schlimmste ist überstanden. Aber die Schmerzen bleiben vorerst. Nach dem schweren Unfall in Neu Kosenow meldet sich nun der Bruder des Mädchens zu Wort, das am Montag aus dem Fenster ihres Wohnhauses auf eine Eisenstange gestürzt war.

Ein Rettungshubschrauber brachte die junge Frau aus Neu Kosenow in das Greifswalder Uni-Klinikum, wo sie operiert wurde.
NK-Archiv Ein Rettungshubschrauber brachte die junge Frau aus Neu Kosenow in das Greifswalder Uni-Klinikum, wo sie operiert wurde.

Der Schock ist inzwischen überstanden. Es überwiegt die Erleichterung bei Oliver Meyer und seiner Familie. „Meine Schwester hat die Operation gut überstanden“, sagt er. Die 17-Jährige hatte am Montag offenbar auf einer Fensterbank ihres Elternhauses gesessen und das Gleichgewicht verloren. Sie stürzte vier Meter in die Tiefe. Den Fall bremste eine Eisenstange, die sich durch den Körper der jungen Frau bohrte. Zwei Zentimeter Durchmesser. Eintritt unterhalb des Gesäßes, Austritt am Rücken. Der Vater der jungen Frau hatte seine Tochter so im Garten gefunden. Ansprechbar, unter starken Schmerzen.

„Da waren wohl tausend Schutzengel am Werk“, sagt Oliver Meyer über den Sturz seiner Schwester. Selbst die Knochen blieben heil. Glück im Unglück.

Großer Schock für einen bestimmten Retter

Gegen 16.20 Uhr waren die Feuerwehren aus Ducherow und Neu Kosenow am Unfallort eingetroffen. Klar, so einen Einsatz erlebt man nicht alle Tage. Aber für einen der Kameraden war der Schreck besonders schlimm. Der Freund der jungen Frau gehört zu den Rettern, wurde zum Einsatzort gerufen. „Der stand natürlich erst mal unter Schock“, berichtet Meyer.

Trotz der dramatischen Situation hätten die Kameraden toll reagiert. Sie entfernten einen Teil der Eisenstange, um überhaupt eine weitere Behandlung zu ermöglichen. Ein Rettungshubschrauber brachte die junge Frau schließlich in die Universitätsklinik nach Greifswald. Ihre Verletzungen erwiesen sich als nicht lebensbedrohlich. Irgendwie ist dann doch alles noch mal gut gegangen. „Und die Einsatzkräfte haben es sich wirklich verdient, dass ihnen mal ein Lob ausgesprochen wird“, sagt Oliver Meyer.

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