Konzert in Anklam:

Tausende rocken friedlich gegen Rechts

Behörden und Bürger hatten Sorgen geäußert. Zu einem kurzfristig angekündigten Konzert von Feine Sahne Fischfilet, Marteria sowie Campino waren am Dienstag mehr als 2000 Menschen nach Anklam gekommen.

Rapper Marteria nahm zum Abschluss des Abends ein leicht bekleidetes Bad in der Menge.
Stefan Sauer Rapper Marteria nahm zum Abschluss des Abends ein leicht bekleidetes Bad in der Menge.

Das Konzert des Rappers Materia ist am Dienstagabend in Anklam ohne größere Zwischenfälle zu Ende gegangen. Der deutschlandweit bekannte Künstler hatte seinen Auftritt mit nur wenigen Stunden Vorlauf angekündigt. Binnen eines Tages machten sich mehr als 2000 Menschen auf den Weg nach Anklam. Behörden und Bürger hatten befürchtet, die Veranstaltung könnte aus dem Ruder laufen. Organisiert hatte den Abend der Anklamer Demokratiebahnhof gemeinsam mit der Band Feine Sahne Fisch Filet als eine Protestaktion gegen Rechtsextremismus.

Monchi, Frontmann von Feine Sahne Fischfilet und Initiator der Aktion erklärte: „Wir müssen den Wahlkampagnen der Rechten in Mecklenburg-Vorpommern etwas entgegensetzen.“ Er habe das Gefühl, dass die etablierten Parteien im Land die ländlichen Regionen aufgegeben hätten und die Dörfer der AfD und der NPD überließen. „Im Wahlkampf geht man nicht mal auf Konfrontation mit den Rechten“, sagte er.

Die Polizei zog am frühen Abend ein beruhigendes Fazit. Zu Störungen sei es nicht gekommen. Einziger Zwischenfall, den die Beamten zu Protokoll brachten: Am Rande der Veranstaltung gerieten einige Besucher, die auf einer Böschung saßen, offenbar auf ein Erdwespennest. Ein Mädchen und drei Frauen erlitten mehrere Stiche und mussten vor Ort ambulant versorgt werden. Ein Teil der Einsatzkräfte blieb auch nach dem Konzertende gegen 21 Uhr in der Stadt, um die Lage zu überwachen.

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Kommentare (2)

Betrachtet man nüchtern und unvoreingenommen den Medien-Hype des Konzertes von “Feine Sahne Fischfilet“ (FSF) am 24.08.2016 in Anklam, kommt man bei intensiver Betrachtung nicht umhin Zweifel zu äußern. Das Internet ist mal wieder hilfreich und so erschließen sich einem merkwürdige Dinge und Zitate, die aufhorchen lassen. Ein Beispiel: Im Fan-Shop der Band „FSF“ werden T-Shirts (auch in Kindergrößen(!) angeboten, die den Aufdruck „ACAB“ tragen. Dies bedeutet frei übersetzt, Polizisten sind Bastarde. Also die Polizisten, die gerade jede politische Demonstration begleiten (müssen) und für die Sicherheit der Demonstrierenden und deren Gegnern mit ihrem Leben und ihrer Gesundheit einstehen. Sie (alle Polizisten) werden nach meiner Auffassung durch solche Aussagen ganz, ganz übel beleidigt. Selbstredend auch alle Demokraten dieses Landes, denn gerade die Polizei sorgt hier u.a. für die Einhaltung und den Schutz demokratischer Grundrechte und für die öffentliche Ruhe und Sicherheit, nach der alle rufen! Ein zweiter Fakt: Da wird in einer Komposition der Band „Feine Sahne Fischfilet“, Zitat: Deutschland ist scheiße – Deutschland ist Dreck! Gib mir ein „like“ gegen Deutschland! (…) Deutschland verrecke, dass wäre wunderbar!“ gesungen. Jetzt folgt der eigentlich Faupax, Heiko Maas dankt per Facebook explizit „FSF“ und bezeichnet alles als ein „tolles (!) Zeichen gegen Fremdenhass und Rassismus. Ich frage mich ernsthaft, warum so eine schreckliche Einstellung zu diesem Land und zu unserer freiheitlichen Grundordnung durch den Nordkurier und die öffentlichen Medien protegiert wird? Vielen Menschen in diesem Land und mir machen diese Entwicklungen Angst!

ACAB gehört zur Meinungsfreiheit, siehe 1 BvR 257/14.