Vorsicht!:

Tödlicher Pilz am Spielplatz entdeckt

Mitten im Anklamer Stadtpark, direkt neben dem Spielplatz, wächst ein unscheinbarer Pilz, der genießbaren Pilzen zum Verwechseln ähnlich sieht. Aber Vorsicht! Nur wenige Gramm des Pilzes reichen, um einen Erwachsenen zu töten.

Direkt in Sichtweite der Spielgeräte wächst im Anklamer Stadtpark eine ganze Kolonie des Ziegelroten Risspilzes (unten vorn).
Veronika Müller Direkt in Sichtweite der Spielgeräte wächst im Anklamer Stadtpark eine ganze Kolonie des Ziegelroten Risspilzes (unten vorn, im nächsten Bild zeigen wir den Pilz in einer Detailaufnahme).

Dass Fliegenpilze giftig sind, lernt jedes Kind. Der rote Hut mit den weißen Tupfen ist auch unverkennbar - da klappt es mit der Vorsicht. Doch der Ziegelrote Risspilz oder Mairisspilz, wie er auch genannt wird, ist weit giftiger, dennoch kennt ihn kaum jemand.

Es ist das Muscarin, das ihn so gefährlich macht. Etwa 40 bis 50 Gramm frischer Mairisspilze, entsprechend etwa 500 Milligramm Muscarin, reichen aus, um einen Erwachsenen mit durchschnittlichem Körpergewicht tödlich zu vergiften.

Diese Menge an Pilzen ist, gemessen an dem, was Pilzsammler üblicherweise im Korb nach Hause tragen, ein Klacks. Darum mahnt der ehemalige Pilzsachberater Siegmund Olm aus Neuenkirchen auch zur Vorsicht. Denn der Ziegelrote Risspilz kann von Unkundigen leicht mit dem Doppelgänger, dem genießbaren Mairitterling, oder Champions verwechselt werden.

So erkennen Sie den Pilz

Derzeit wächst der hochgiftige Mairisspilz auch im Anklamer Stadtpark nahe dem Spielplatz. Typisch für ihn sind

- erstens die aufgerissenen Hutränder,
- zweitens der (spitz-)buckelige Hut und
- drittens die nach unten hin verdickte Stielknolle.

Im Alter reißt der Hut ein und bekommt seine typische ziegelrote Färbung, erklärt Olm. Eltern und Großeltern sollten beim Toben im Stadtpark auf ihre Sprößlinge achten, denn die stecken schnell auch mal etwas in den Mund und das könnte wirklich gefährlich werden.