Brandanschlag:

Transporter von Bündnis "Greifswald für alle" angezündet

Der nächste Angriff auf die politische Szene in Vorpommern. Nach dem Brandanschlag auf den Wagen eines Kommunalpolitikers in Greifswald sucht die Polizei nach Zeugen.

Der Brandanschlag in Greifswald ist die zweite Attacke mit möglicherweise politischem Hintergrund binnen einer Woche.
ZVG Der Brandanschlag in Greifswald ist die zweite Attacke mit möglicherweise politischem Hintergrund binnen einer Woche.

Kaum eine Woche ist es her, da flogen Steine durch das Fenster eines AfD-Kandidaten. Nun folgte in Vorpommern der nächste Anschlag mit möglicherweise politischem Hintergrund. In der Nacht zu Freitag fing in Greifswald ein Kleintransporter Feuer. Die Ermittler gehen von Brandstiftung aus. Der Besitzer des Wagens: Michael Steiger, Kommunalpolitiker und Mitarbeiter des Pfadfinderbundes im Land, engagiert beim Bündnis "Greifswald für alle", das sich gegen Fremdenfeindlichkeit einsetzt.

Der Wagen war in der Stralsunder Straße geparkt, eine Anwohnerin hatte gegen 2.15 Uhr in der Früh das Feuer bemerkt und die Polizei verständigt. Mithilfe der Feuerwehr war der Brand zwar schnell gelöscht, es entstand aber ein Schaden von mehreren hundert Euro. Die Polizei bittet nun um die Mithilfe möglicher Zeugen.

Das Bündnis "Greifswald für alle" hat unterdessen zu Spenden aufgerufen, um Steigers Schaden zu minimieren. Eine klare Schuldzuweisung, der Angriff käme möglicherweise aus der rechten Szene, wird dabei allerdings nicht gemacht. In der Mitteilung begründet man den Spendenaufruf damit, dass Steiger sein Auto häufig für die Arbeit des Bündnisses zur Verfügung gestellt hat. Dessen Sprecher Gregor Kochhan schreibt allerdings zum Schluss: "Wir lassen uns nicht einschüchtern und streiten weiter für ein weltoffenes, demokratisches Greifswald und Vorpommern für alle."

Nordkurier digital: Jetzt 6 Wochen zum Sonderpreis testen!