Fall geklärt:

Überfall auf Supermarkt war eine Farce

So schnell kann es gehen: Einen Tag nach dem Überfall auf einen Supermarkt in Wolgast hat die Polizei die Täter gefasst. Denn entgegen der ersten Erkenntnisse war nicht nur ein Mann an der Tat beteiligt. Die Geschichte, so stellte sich nun heraus, war ganz anders...

Ein Überfall, der keiner war. Eine Mitarbeiterin des Wolgaster Aldi-Marktes hatte die Tat offenbar mit Freunden abgesprochen.
Tilo Wallrodt Ein Überfall, der keiner war. Eine Mitarbeiterin des Wolgaster Aldi-Marktes hatte die Tat offenbar mit Freunden abgesprochen.

Ein Überfall ohne Waffe. So jedenfalls hatte es die Auszubildende eines Wolgaster Supermarktes geschildert. Am Dienstagabend, kurz vor Ladenschluss, habe sie einem vermummten Mann den Inhalt der Kasse ausgehändigt, weil der sie verbal bedroht habe.

Dass der Täter aber nicht mal ein Messer bei sich geführt haben sollte, machte nicht nur die Beamten stutzig. Inzwischen ist klar: Der angebliche Überfall war gar keiner. Die Ermittlungen laufen nun wegen eines gemeinschaftlichen Diebstahls. Und an dem war offenbar auch die Auszubildende selbst beteiligt.

Beute bereits sichergestellt

Die Polizei geht inzwischen davon aus, dass die 18-Jährige die Tat mit drei Freunden schon vor Wochen verabredet hatte. Zeugen und eigene Ermittlungsergebnisse hätten schnell zur richtigen Fährte geführt, heißt es von der Kriminalpolizei. Keine 24 Stunden nach der Tat kam es noch am Mittwoch zu Hausdurchsuchungen bei den vier Beteiligten im Alter zwischen 18 und 24 Jahren.

Das erbeutete Bargeld wurde dabei sichergestellt. Die Täter hatten es bereits untereinander aufgeteilt. Alle vier haben inzwischen gestanden. Auf sie wartet nun eine Anklage wegen wegen gemeinschaftlichen Diebstahls.

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