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Unbekannte warfen Pyrotechnik in Gebetsraum

In Wolgast haben in der Nacht zum Donnerstag zwei offenbar fremdenfeindliche Attacken Asylbewerber in einer Gemeinschaftsunterkunft in Angst und Schrecken versetzt.

Wer hat etwas beobachtet? Die Polizei sucht Zeugen, die gesehen haben, dass sich verdächtige Personen in der Nähe der Wolgaster Gemeinschaftsunterkunft für Aylbewerber in der Baustraße aufgehalten haben.
Paul Zinken Wer hat etwas beobachtet? Die Polizei sucht Zeugen, die gesehen haben, dass sich verdächtige Personen in der Nähe der Wolgaster Gemeinschaftsunterkunft für Aylbewerber in der Baustraße aufgehalten haben.

Zunächst warfen Unbekannte am späten Mittwochabend gegen 23 Uhr eine Rauchfackel durch ein offen stehendes Fenster in einen Raum der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge und Asylbewerber in der Baustraße. In diesem Raum, den die Bewohner als Gebetsraum nutzen, befanden sich zu diesem Zeitpunkt 13 syrische Asylbewerber und beteten. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, hat sich die Fackel zum Glück nicht entzündet, sodass niemand zu Schaden kam. Bei der Rauchfackel handelte es sich laut Polizei um Pyrotechnik, die auch auf Schiffen als Signal verwendet wird. Der Staatsschutz habe die Ermittlungen wegen eines möglichen politischen Hintergrundes der Tat aufgenommen.

Kurz nach Mitternacht zündeten dann Unbekannte eine Rakete auf einem Hinterhof des Wohngebietes, in dem sich die Gemeinschaftsunterkunft befindet.

Wer hat etwas gesehen und kann der Polizei helfen, den/die Täter zu finden? Hinweise nimmt die Polizei in Wolgast unter der Telefonnummer 03836 252224, jede andere Polizeidienststelle oder die Polizeiwache im Internet unter www.polizei.mvnet.de entgegen.