Bauarbeiten auf der B 109:

Und plötzlich ist die Fräse da

Urplötzlich haben gestern Baumaschinen die B109 bei Klein Bünzow aufgerissen – ohne Vorankündigung. Haben wir vergessen, sagt die Baufirma. Ist aber alles halb so wild: Kommende Woche soll man schon fertig sein.

Und plötzlich war die Fräse da: Der plötzliche Baubeginn verblüffte gestern viele Autofahrer.
Gabriel Kords Und plötzlich war die Fräse da: Der plötzliche Baubeginn verblüffte gestern viele Autofahrer.

Da wunderten sich Anwohner und Autofahrer, als gestern plötzlich große Baumaschinen auf der B109 zwischen Klein Bünzow und dem Karlsburger Holz anrückten, außerdem eine Ampel den Verkehr auf rund 700 Metern Länge halbseitig sperrte. Gegen 8 Uhr fraß sich dann eine Großfräse in den Asphalt auf der Bundesstraße, der in den letzten Jahren in der Tat mehr und mehr Flickstellen aufzuweisen hatte.

Und doch wirft die Sache Fragen auf: "Warum hat das nicht in der Zeitung gestanden?", empörte sich gestern ein Nordkurier-Leser am Telefon in unserer Redaktion. Die Antwort: Weil vorher niemand Bescheid gesagt hat! "Das haben wir in der Hektik der Vorbereitungen offenbar vergessen", gesteht Bauleiter Ingolf Voß von der Firma Viabau aus Neubrandenburg zerknirscht ein: "Denn eigentlich sagen wir selbstverständlich vorher über die Medien Bescheid, wenn eine Baustelle bevorsteht. Dazu sind wir sogar verpflichtet."

Immerhin kann Voß auf Nachfrage dann auch erklären, was auf der Bundesstraße gemacht wird: Dort wird zunächst auf dem genannten Teilstück die Asphaltdecke erneuert: "Wir fräsen erst vier Zentimeter ab, dann kommen vier Zentimeter neuer Asphalt drauf", sagt Voß. Die Fräsarbeiten sollten schon gestern beendet werden, am Sonnabend rückt dann die Asphaltmaschine an. Spätestens am Dienstag ist die neue Schicht dann fertig.

Mit Markierungsarbeiten und kleinen Restarbeiten will die Baufirma dann spätestens Mitte Oktober fertig sein, wahrscheinlich sogar schon nächste Woche. Die Maßnahme kostet rund 150 000 Euro und ist der erste von mehreren Bauabschnitten. In den kommenden Jahren soll nach und nach die gesamte Asphaltdecke zwischen Ziethen und Karlsburg ausgetauscht werden. Kosten insgesamt: 1,1 Millionen Euro.

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Kommentare (1)

Früher hätten die Zeitungen noch recherchiert, um das selbstständig herauszufinden, aber in Zeiten der blinden Agentur-Abschreibe-Zeitungen ist eigene Recherche wohl nicht angesagt. Danke, so durfte ich gestern ca. 45 Minuten im Stau stehen, dabei hätte ich die Stelle so einfach umfahren können...