Einbruch beim Steinmetz:

Vandalen schaffen einen Grabstein-Friedhof

Was für eine sinnlose Tat: Unbekannte haben bei einem Anklamer Steinmetz 59 Grabsteine umgeworfen und zerstört, der Schaden geht in die Zehntausende.

Die Steine stehen so, dass sie sich wie Domino-Steine umschmeißen ließen. Zwar haben die Steinmetze sie inzwischen wieder aufgestellt, doch nahezu alle sind beschädigt.
Gabriel Kords Die Steine stehen so, dass sie sich wie Domino-Steine umschmeißen ließen. Zwar haben die Steinmetze sie inzwischen wieder aufgestellt, doch nahezu alle sind beschädigt.

Als Steinmetz Peter Heine und seine Kollegen am Donnerstagmorgen das Ungemach betrachteten, das Unbekannte da vor ihrer Firmen-Tür in der Demminer Landstraße in Anklam vollbracht hatten, waren sie erst mal sprachlos. Am Abend zuvor hatten da noch 59 künftige Grabsteine in Reih und Glied gestanden. Doch nun hatten Unbekannte offenbar einen Stein am Rand umgeworfen und damit eine Art Domino-Effekt ausgelöst.

Heine und seine Leute haben die meisten Steine inzwischen zwar wieder aufgestellt – aber der Schaden ist gewaltig. „Nahezu jeder Stein hat Kerben, Kratzer oder Risse abbekommen“, sagt Heine: „Bei den wenigsten wird es sich lohnen, sie so umzuformen, dass sie wieder wie neu aussehen.“

Zwar waren die Steine noch nicht beschriftet, sondern gehören zu den Steinen, die Heine ständig auf Lager hat, damit künftige Kunden etwas zum Auswählen haben. Entsprechend sind sie bereits fertig geformt und aufwändig poliert. Der Schaden ist entsprechend groß: Auf 25 000 Euro schätzt ihn die Polizei, ganz genau weiß Heine das erst, wenn er die Steine begutachtet und die einzelnen Schäden bewertet hat. „Ich hoffe jetzt natürlich, dass meine Versicherung ein Einsehen hat und für den Schaden aufkommt“, sagt Heine.

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