Schwere Verkehrsunfälle:

Verwaistes Motorrad rettet Verletzten

Die Feuerwehren der Region mussten in der Nacht zu Sonntag gleich zweimal zu schweren Verkehrsunfällen ausrücken. Opfer war jeweils ein junger Mann.

Der am Jarmener Ortseingang verunglückte VW Golf krachte genau mit der Fahrerseite frontal gegen einen Straßenbaum.
Stefan Hoeft Der am Jarmener Ortseingang verunglückte VW Golf krachte genau mit der Fahrerseite frontal gegen einen Straßenbaum.

Schwer verunglückt und dann in der Nachtkühle liegend, verletzt, völlig unsichtbar für alle: Der 29-jährige Motorradfahrer, der am späten Samstagabend von der B 111 kommend an der Autobahnanschlussstelle bei Gützkow einen Unfall hatte, muss sich schrecklich gefühlt haben. Und hatte wohl großes Glück, dass zumindest seine Yamaha auf der Fahrbahn blieb, als er auf der Auffahrt in Richtung Jarmen kurz hinter der Brücke rechts mit der Leitplanke kollidierte und aus dem Sitz gerissen wurde. Nur weil Autofahrer gegen 22 Uhr die umgestürzte Maschine einhundert Meter vom Unfallort auf der Straße liegend bemerkten, stiegen sie aus, um sich dort umzuschauen. Und konnten anfangs nichts finden. Später, beim Ablaufen der Strecke, hörten die Leute dann die Hilferufe des jungen Mannes, sahen ihn allerdings trotzdem nicht. Denn der Biker war nach dem Crash die zehn Meter hohe Böschung hinunter geschleudert worden und lag dort verborgen zwischen Büschen und Gras.Feuerwehrleute aus Gützkow und Lüssow machten sich zusammen mit Medizinern auf den Weg zum Schwerverletzten. Die Brandbekämpfer transportierten ihn schließlich mit einer Trage die steile Böschung hoch zur Straße zurück, wo sich dann die Ärzte und Sanitäter um den 29-Jährigen kümmern konnten. Später brachten sie ihn ins Uni-Klinikum Greifswald. Den Sachschaden beziffert die Polizei auf rund 1500 Euro, die Kripo ermittelt nun. Noch nämlich ist unklar, warum der Biker mit der Leitplanke kollidierte.

Beim zweiten schweren Crash in dieser Nacht wird vermutet, dass auch Alkohol mit im Spiel war. Betroffen ist ein junger Mann aus Jarmen. Das Unglück passierte am Sonntag gegen 4 Uhr. Da machte sich der Mann nach dem Ende der öffentlichen Motoball-Saisonabschlussfeier am Ortsrand der Peenestadt per Auto auf den kurzen Weg nach Hause. Doch auf halber Strecke verlor er die Kontrolle über seinen VW Golf, geriet über die Gegenfahrbahn hinweg und krachte gegen eine der dicken Eichen am Straßenrand – genau mit der Fahrerseite. Beim Aufprall gab es einen gewaltigen Knall, der durch die Gegend hallte, wie viele Passanten berichteten, die sich zu Fuß auf dem Rückweg von besagter Party befanden.

Einige von ihnen sprangen als Ersthelfer ein, bevor die Rettungskräfte vor Ort waren. Allerdings war das Opfer so eingeklemmt, dass ihn die Feuerwehr mit ihrer Spezialtechnik aus dem Autowrack befreien musste. Vor Ort waren neben den Kameraden aus der Peenestadt auch die Löschtruppen aus Plötz und Tutow. Die Straße blieb gut eine Stunde wegen der Rettungs- und Bergungsaktion voll gesperrt.

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