Tragischer Tod:

Verzweiflungs-Droge tötet Anklamerin

Es gilt als die Droge der Straßenkinder in den Armuts-Metropolen der Welt - jetzt starb eine junge Anklamerin daran: Sie berauschte sich an den Dämpfen von Feuerzeugbenzin.

Armuts-Droge Lösungsmittel: Wie hier auf den Philippinen sind es oft Straßenkinder aus ärmsten Ländern, die sich so ein kurzes Hoch verschaffen.
Tanja Schalling Armuts-Droge Lösungsmittel: Wie hier auf den Philippinen sind es oft Straßenkinder aus ärmsten Ländern, die sich so ein kurzes Hoch verschaffen.

Was für ein trauriger, verzweifelter Schlusspunkt eines Lebens, das eigentlich noch gar nicht richtig begonnen hatte, das vielleicht doch noch so viele Möglichkeiten gebracht hätte, so viele Chancen auf ein wenig Glück. Aus. Vorbei.

Der Tod kam zu der jungen Anklamerin mit 19 Jahren, und er kam in einer Gestalt, die er sonst bei den Straßenkindern in den ärmsten Gegenden der Welt hat. Dort, wo man sich auf die denkbar billigste Weise berauscht, wo man für ein kurzes Vergessen alles riskiert. Sie schnüffeln Benzin oder Klebstoff oder sogar am Treibgas von Deos, die darin enthaltenen Gase lösen einen kurzen, heftigen Rausch aus. Um die Wirkung zu steigern, ziehen sich die Süchtigen manchmal eine Plastiktüte über den Kopf.

Schon bewusstlos, als der Notarzt eintraf

Die genauen Umstände des Todes der 19-Jährigen sind noch unbekannt, aber so viel teilt die Polizei zumindest mit: Das Mädchen starb offenbar beim Inhalieren von Feuerzeug-Benzin. Das Mädchen war schon bewusstlos, als ein Notarzt eintraf - wer ihn alarmiert hatte, darüber hüllen sich die Behörden noch in Schweigen. Hat das Mädchen womöglich seine Drogen-Experimente nicht alleine gemacht?

Der Notarzt scheiterte mit seinen Wiederbelebungsversuchen. Den Tag über ermittelte die Kriminalpolizei. Es hieß: "Wir schließen ein Fremdverschulden aus."  Anders als zunächst von der Polizei verbreitet, ereignete sich das Drama nicht in der Stadtwaldsiedlung, sondern im Eichenweg.

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