Auto brennt aus:

Viel zu heißer Start in den Feiertag

Dass sein Start in den Feiertag dermaßen heiß enden würde, hat sich ein Diskotheker aus Greifswald sicher auch nicht gedacht.

Die Tutower Feuerwehrleute brauchten jede Menge Schaum, um den Renault Kangoo zu löschen.
Stefan Hoeft Die Tutower Feuerwehrleute brauchten jede Menge Schaum, um den Renault Kangoo zu löschen.

Als ein Greifswalder Diskotheker am frühen Sonnabendmorgen auf der B 110 in seinen Feierabend unterwegs war, ging plötzlich sein Auto in Flammen auf und brannte komplett aus. Zuvor hatte der 45-Jährige bei einer Party in Demmin für Stimmung gesorgt, wollte über Jarmen zurück nach Hause.

Doch kurz nach dem Passieren der neuen Kreisgrenze bei Heidekrug streikte mit einem Mal sein Auto: Rund 70 000 Kilometer habe ihn der Renault Kangoo bisher ohne Probleme kutschiert, doch hier mitten in der Nacht gingen plötzlich die Bordelektrik und der Motor aus, schilderte der DJ im Gespräch mit dem Nordkurier. So rollte er bei Tempo 70 ohne Beleuchtung durch die neblige Dunkelheit, auch das Bremspedal reagierte nicht mehr ordentlich. Dafür qualmte es zunehmend aus dem Motorraum. Glücklicherweise war um diese Zeit nicht viel los auf der Strecke, und Dank der Handbremse brachte er den Wagen in der Bustasche an der Abfahrt Marienfelde zum Stehen. Gerade noch rechtzeitig, denn es züngelten bereits die ersten Flammen heraus.

Der Greifswalder hielt einen anderen Autofahrer an, der einen Notruf absetzte, während er selbst im Wettlauf mit dem Feuer um sein Material auf der Ladefläche kämpfte. Bevor die Flammen sich bis hinten durchfraßen, konnte der Mann unter anderem seine Musikanlage ins Freie und damit Sicherheit bringen. Als gegen 5 Uhr die ersten Feuerwehrleute aus Tutow eintrafen, brannte der Renault allerdings schon lichterloh.

Die Leitstelle alarmierte auch Jarmens Kameraden, doch das Löschen bewältigten die Tutower alleine. Jede Menge Schaum benötigten sie, um dem immer wieder auflodernden Brand den Garaus zu machen. Danach sah es fast nach einem Wintereinbruch aus auf diesem Stück Asphalt der B 110. Während des Feuerwehreinsatzes blieb die Straße komplett gesperrt - insgesamt rund eine Stunde lang. Den Sachschaden beziffert die Polizei auf 5000 Euro.

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