Keine Rettungsgasse:

Vollsperrung nach Unfall auf der B109

Nach ersten Informationen geriet eine 24-jährige Autofahrerin am Montag auf der B 109 wohl in den Gegenverkehr. Ihr Wagen stieß dort mit einem Lkw zusammen. Die Arbeit der Einsatzkräfte wurde durch wendende Autofahrer und eine fehlende Rettungsgasse erschwert. Die Straße ist wegen der aufwändigen Bergungsarbeiten voll gesperrt.

Der VW Golf landete nach dem Zusammenprall im Straßengraben. Die Fahrerin wurde leicht verletzt.
A. Hanell Der VW Golf landete nach dem Zusammenprall im Straßengraben. Die Fahrerin wurde leicht verletzt.

Gegen 14.30 Uhr kam es am Montagnachmittag auf der Bundesstraße 109 zwischen Neu Kosenow und Ducherow zu einem Unfall zwischen einem VW Golf und einem Lkw. Dabei kam nach Nordkurier-Informationen die 24-jährige Autofahrerin, die in Richtung Anklam unterwegs war, mit ihrem Wagen auf die Gegenfahrbahn. Dort stieß sie mit dem Lkw zusammen.

Das Auto landete durch den Zusammenprall im Straßengraben. Die 24-Jährige erlitt nach Angaben der Polizei einen Schock und wurde leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Weil bei dem Unfall der Tank des Lkw aufriss, lief Diesel auf die Straße. Die freiwillige Feuerwehr Ducherow und der Gefahrenzug aus Torgelow kamen deshalb zum Einsatz.

Keine Rettungsgasse

Nach Aussagen von Unfallzeugen behinderten unter anderem wendende Autofahrer und eine fehlende Rettungsgasse die Anfahrt der Retter zur Unfallstelle. Gut eine Stunde dauerte die Beseitigung des Diesels. Anschließend begannen die Bergungsarbeiten der Fahrzeuge, die aktuell noch andauern.

Die Polizei weist in beide Richtungen eine Umfahrung der Unfallstelle von Neu Kosenow über Alt Kosenow, Bugewitz, Heidberg und Ducherow aus. Wie lange die Bergungsarbeiten noch andauern, ist derzeit nicht bekannt.

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Kommentare (3)

Nach meinem Kenntnisstand bildet man eine Rettungsgasse zwischen mindestens zwei Fahrspuren die in die selbe Richtung führen. Hier geht es um eine Bundesstraße mit je einer Richtungsfahrbahn. Man sollte sich hier im Staufall natürlich an den rechten Rand begeben was aber angesichts der vielen Leitplanken eher schwierig sein dürfte. Kommt mir ein Einsatzfahrzeug entgegen muss ich natürlich auch Platz machen. Auch das ist eher schwierig bei vorhandenen Leitplanken. Und das Fahrzeuge umkehren ist meiner Meinung nach ausser auf Autobahnen auch nicht verboten. Lasst mal bitte die Kirche im Dorf. Euer Engagement für die Rettungsgasse in allen Ehren, sie ist unheimlich wichtig, aber bitte dort wo es angebracht ist.

Hallo Upsmann, im konkreten Fall haben die Einsatzkräfte vor Ort über Behinderungen bei der Anfahrt zur Unfallstelle geklagt. Wir haben daher noch einmal nachgefragt. Die Ergebnisse unserer Recherche können Sie hier lesen: http://www.nordkurier.de/anklam/so-funktioniert-die-rettungsgasse-2825268409.html Viele Grüße aus Anklam.

Es kommt erschwerend hinzu, dass wendende Fahrzeuge als entgegenkommende Fahrzeuge suggerieren, dass es sich um eine eingeschränkte Passierbarkeit der Straße oder aus anderen Gründen produzierter Stau sei. Warum sollten sich in diesem Fall die weiter hinten stehenden Fahrzeuge zwingend an den äußersten rechten Straßenrand stellen?