Betrüger treiben ihr Unwesen:

Von falschen Polizisten und Schmuckverkäufern

Neue Betrugsmaschen breiten sich gerade wieder einmal in Vorpommern aus. Da bitten falsche Polizisten um Geld für eine Verhaftung, da bieten junge Frauen falsche Ketten an und stehlen Geld. Die Polizei rät wie immer zur Vorsicht!

Wieder einmal geben sich Betrüger am Telefon unter anderem als Polizisten aus - und erleichtern so den unbescholtenen Bürger um sein erspartes Geld.
Montage: Nordkurier Wieder einmal geben sich Betrüger am Telefon unter anderem als Polizisten aus - und erleichtern so den unbescholtenen Bürger um sein erspartes Geld.

Vorsicht, Vorpommern, Betrüger schleichen herum! In Greifswald rufen vermeintliche Polizisten, Staatsanwälte, Richter oder aber auch das Bundeskriminalamt unbescholtene Bürger an, um sie nach Geld zu fragen. Man verfolge in der Türkei lebende Betrüger und brauche Geld für die Festnahme.

Ein älteres Ehepaar aus Greifswald sah sich seit drei Wochen ebensolcher Anrufe ausgesetzt - am anderen Ende war ein angeblicher BKA-Mitarbeiter aus Berlin, der erst um 10000 Euro und dann um 6000 Euro bat.

Letztendlich ließ er die Summe auf 1.000 Euro ab, die ihm offenbar auch ausreichten, um den per Haftbefehl gesuchten Betrüger beim Abheben des Geldes am Bankschalter festzunehmen. Bei Erfolg sollte es 3.000 Euro Belohnung geben.

Zwar kam dem Ehepaar die Geschichte komisch vor, doch das hielt die beiden nicht davon ab, den Überweisungsbeleg auszufüllen. Zum Glück berieten die Angestellten der Bank das Ehepaar und sorgten dafür, dass das Geld nicht überwiesen wurde.

In Anklam treiben zwei Frauen ihr Unwesen

In Anklam treiben hingegen zwei Trickdiebinnen ihr Unwesen. Über Haustürgeschäfte versuchen sie, Einlass in Wohnungen zu bekommen, um sich dann dort unter dem Vorwand des Verkaufs von billigem Schmuck oder Bekleidung näher in den Wohnungen nach lohnenden Sachen umzuschauen. Dabei sind sie clever genug, ihre Opfer geschickt abzulenken.

Auch hier sollte ein Rentnerehepaar bestohlen werden. Eine 20- bis 25-jährige Frau bat den beiden in gebrochenem Deutsch an der Haustür eine Kette an. Das Paar ließ die Frau in die Wohnung, kurze Zeit später klingelte eine weitere Frau - 45 bis 50 Jahre alt.

Die Dame gab vor, Durst zu haben und ging in die Küche. Das Wasser schien ihr aber egal zu sein, dem Ehepaar fehlten letztlich zwei Geldbörsen und 300 Euro Bargeld. Die angebotene  Kette hatte einen Wert von 10 Euro.

Die Polizei rät daher nochmals: Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung.

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