Ärger:

Von wegen süß! Zuckerfabrik stinkt

Es stinkt in Anklam. Ein Lager der Zuckerfabrik ist Schuld. Den Anwohnern stinkt's, dem Umweltamt auch. Doch gelöst sind die Probleme damit noch lange nicht.

In der Anlage der Zuckerfabrik am Lilienthalring werden Rübenschnitzel gelagert. Wenn die gären, stinkt es manchmal bis zum Gneveziner Damm oder bis nach Bargischow.
Claudia Müller In der Anlage der Zuckerfabrik am Lilienthalring werden Rübenschnitzel gelagert. Wenn die gären, stinkt es manchmal bis zum Gneveziner Damm oder bis nach Bargischow.

Das Rübenschnitzellager der Anklamer Zuckerfabrik stinkt. Im Westen der Hansestadt, aber auch im benachbarten Bargioschow fühlen sich die Anwohner belästigt. Der gärige Geruch aus der Anlage ist einfach unangenehm, vor allem wenn er über Stunden anhält, sagt Siegfried Börner, der im Wohngebiet am Gneveziner Damm lebt. Und die Anklamer sind ja nun wahrlich nicht unerfahren in dieser Hinsicht. Jahrelang hat die Anklamer Ölmühle Gestank in die Luft geblasen. Zeitweise roch es in der Stadt, als gäbe es an jeder Ecke eine Currywurst-Bude. Das Problem bei der Ölmühle konnte durch spezielle Filter gelöst werden.

Bei der Zuckerfabrik verhält es sich aber natürlich anders. Denn beim Rübenschnitzellager fallen gleich mehrere Probleme zusammen, wie Ingolf Zölfel vom Umweltamt des Landkreises sagt. Eigentlich sollte das Lager mit Folie abgedeckt werden. An einigen Stellen haben Mitarbeiter des Umweltamtes allerdings Fehler gefunden. Doch die Folie ist es nicht allein.

Volker Hoffmann von der Betriebsleitung der Suiker Unie in Anklam will das Problem auch lösen. Das Unternehmen sei in Kontakt mit dem Umweltamt, sagt er. Mehr aber auch nicht. Denn er darf nicht. Und Geschäftsführer Matthias Sauer? Der weilt im Urlaub.

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