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Vor Asylbewerberheim: 30 Männer flüchten vor Polizei

Eine Gruppe von 30 Männern soll vor einem Asylbewerberheim in Greifswald ausländerfeindliche Parolen skandiert haben. Als die Polizei eintraf, flüchteten sie – nicht alle erfolgreich.

Vor diesem Asylbewerberheim in Greifswald soll sich eine Gruppe von 30 Männern versammelt haben.
Archivbild Vor diesem Asylbewerberheim in Greifswald soll sich eine Gruppe von 30 Männern versammelt haben.

Am Sonntag gegen 17 Uhr meldeten sich Zeugen bei der Polizei, weil mehrere vermummte Personen in der Brandteichstraße, in der Nähe eines Asylbewerberheims, rechte Parolen skandiert haben sollen. Als die Polizei vor Ort war, war davon aber nichts mehr zu hören oder zu sehen.

Daher fuhren die Beamten die Umgebung ab und fanden auf einer Wiese, auf der Höhe des Parkhauses, etwa 30 Männer zwischen 18 und 30 Jahren. Die Beamten wollten die Männer überprüfen. Diese ignorierten die Anweisungen der Polizisten jedoch und flüchteten in verschiedene Richtungen. Einige fuhren mit Autos davon.

Vier der Männer gefasst

Es gelang der Polizei, einen 21-Jährigen festzuhalten. Herbeigeeilte Verstärkung schnappte drei weitere Beschuldigte zwischen 18 und 25 Jahren. Alle Vier wurden belehrt und des Platzes verwiesen. Alle bestritten den Vorwurf, verfassungswidrige Parolen gerufen zu haben.

Der Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion Anklam hat die Ermittlungen wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen aufgenommen.

Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich an
- die Einsatzleitstelle Neubrandenburg (0395 / 5582-2224),
- die Internetwache der Landespolizei M-V (www.polizei.mvnet.de) oder
- jede andere Polizeidienststelle zu wenden