Butzow-Mord:

War die Tat geplant?

Der Prozess um den Butzower Messermord geht in eine neue Runde. Am Freitag vernahm das Stralsunder Landgericht eine Kriminalbeamtin, die die Rolle der Mitbeschuldigten Elise L. in ein düsteres Licht wirft.

Neuer Verhandlungstag im Mord-Prozess von Butzow: Eine Kriminalbeamtin analysiert am Freitag die Rolle von Elise L., die Tochter des Opfers Karl-Heinz L. Sie sei einen Tag vor der Tat in Butzow gesehen worden. War alles geplant?
Jörg Foetzke/Archiv Neuer Verhandlungstag im Mord-Prozess von Butzow: Eine Kriminalbeamtin analysiert am Freitag die Rolle von Elise L., die Tochter des Opfers Karl-Heinz L. Sie sei einen Tag vor der Tat in Butzow gesehen worden. War alles geplant?

Neuer Prozesstag im Prozess um den Mord an Karl-Heinz L.: Die Mitbeschuldigte und Tochter des Opfers, Elise L., gerät zunehmend unter Druck. Bis Freitagmittag hat das Gericht drei Zeugen angehört - unter anderem eine Kriminalbeamtin. Sie geht davon aus, dass die Tat geplant war. So solle die Elise L. gesehen worden sein, wie sie einen Tag vor der Tat durch Butzow fuhr, wie die Beamtin sagt. Außerdem habe der Hauptbeschuldigte Max L. sich Schuhe mit Stahlkappen und spezielle Handschuhe gekauft.

Die Aussagen der Beamtin werfen aber vor allem auf Elise L. ein schlechtes Licht. Die Zeugin beschrieb die Mitbeschuldigte als sehr manipulativ. So solle sie vor ihren Freundinnen immer wieder suggeriert haben, dass ihr Vater, das Opfer Karl-Heinz L., sie sexuell missbraucht habe. Direkt gesagt hat sie es allerdings wohl nie.

Am 30. September 2012 wurde Karl-Heinz L. in Butzow mit einem Messer getötet. Damit habe Max L. den angeblichen sexuellen Missbrauch Karl-Heinz L's an seiner Tochter Elise L. sühnen wollen. Die Sache schien klar: Max L. gestand die Tat bei Vernehmungen, widerrief das Geständnis allerdings im Prozess am Stralsunder Landgericht. Mittlerweile steht auch Elise L. unter Verdacht.

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