Übung der Luftwaffe:

Warum es über Vorpommern donnerte

Der laute Knall schreckte viele Menschen in Vorpommern auf. War eine Katastrophe der Grund für die dumpfen Donnergeräusche? Die Verursacher befanden sich in einer Höhe von zwölf Kilometern.

Eurofighter der Luftwaffe waren für den Donner verantwortlich, der in Vorpommern am Freitagmorgen zu hören war.
Foto: Graupner, Montage: Fred Woytaszak Eurofighter der Luftwaffe waren für den Donner verantwortlich, der in Vorpommern am Freitagmorgen zu hören war.

Es hat mehrere Male so laut gedonnert am Freitagmorgen in Vorpommern, dass sogar in einigen Gebäuden Vibrationen zu spüren waren. Aus Anklam, Jarmen, Tutow und Greifswald berichteten besorgte Bürger von dem Vorfall.

Der Grund für die Geräusche sind Flüge der Luftwaffe. Gegen 9.30 Uhr sind zwei Jagdflugzeuge vom Typ Eurofighter im Steigflug auf den Flugplatz Neubrandenburg zugeflogen. Dabei waren sie zwei Mal im Überschallbereich mit einer Geschwindigkeit von rund 1.200 Km/h unterwegs, heißt es vom Luftfahrtamt der Bundeswehr. Gegen 9.45 Uhr gab es einen weiteren Überschallflug etwa 33 Kilometer westlich von Anklam.

Vier Eurofighter und zwei Skyhawks beteiligt

Die Flüge haben im Rahmen des regulären Ausbildungsflugbetriebs stattgefunden, erklärte Oberst Bernhard Teicke von der Luftwaffe in Rostock-Laage. Insgesamt seien vier Eurofighter am Freitagmorgen im Luftraum zwischen Rügen und Wittstock/Dosse geflogen.

Außerdem waren zwei Flugzeuge des Typs Skyhawk an dem Ausbildungsflug beteiligt. Sie wurden von einem zivilen Unternehmen aus Kanada gestellt und dienten den Eurofighter-Piloten als Ziel.

Die lauten Geräusche entstehen, wenn die Eurofighter die Schallgrenze überschreiten. Grundsätzlich finden die Flüge über einer Mindesthöhe von zwölf Kilometern statt. Dass es trotzdem so laut gedonnert hat, hängt mit den meteorologischen Bedingungen zusammen.

Keine Gefahr für Häuser durch Vibrationen

Seltsam findet Teicke allerdings, dass der laute Knall sogar in Anklam zu hören war, da die Piloten seiner Meinung nach nicht in der Nähe der Peene-Stadt mit Überschallgeschwindigkeit geflogen sind. Einen Anlass zur Sorge sieht der Oberst wegen der Vibrationen jedoch nicht. „Ein baulich intaktes Haus wird eher durch einen Sturm beschädigt“, so Teicke.

Ausbildungsflüge mit Überschallgeschwindigkeit führe die Luftwaffe nur selten östlich von Laage durch, da das Gebiet sehr weit vom Flugplatz entfernt sei. Da man aber die Lärmbelästigung gleichmäßig verteilen möchte, weiche die Luftwaffe hin und wieder auch auf den Luftraum zwischen Rügen und Wittstock/Dosse aus.

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