Integrationsprojekt im Mühlentreff:

Wenn’s um die Muckis geht, ist jede Nation gleich viel Mann

Der Jugendclub „Mühlentreff“ bietet jetzt ein besonderes Muskeltraining an. Weil der Treff für alle Jugendlichen in Anklam da sein will, können hier mittlerweile auch jugendliche Flüchtlinge zusammen mit Anklamern trainieren. Und das läuft bestens!

Sie trainieren dreimal wöchentlich im Anklamer Mühlentreff: Omid Barari aus Afghanistan, Johannes Dar aus Eritrea, Tommy Korth aus Anklam und Jemal Ibrahim (ebenfalls Eritrea).
Simon Voigt Sie trainieren dreimal wöchentlich im Anklamer Mühlentreff: Omid Barari aus Afghanistan, Johannes Dar aus Eritrea, Tommy Korth aus Anklam und Jemal Ibrahim (ebenfalls Eritrea).

Ob Eritrea, Afghanistan oder Vorpommern – überall gibt es diese jungen Männer, die ihre Muckis im Fitnessstudio aufpumpen. Da ist es doch umso schöner, wenn die verschiedenen Nationalitäten das in Anklam zusammen tun!

Der Afghane Omid Barari etwa liegt auf der Hantelbank und stemmt die Gewichte, Jemal Ibrahim aus Eritrea und der Deutsche Tommy Korth stehen daneben und passen auf. Wer einmal ein Fitnessstudio gesehen hat, der findet sich auch in jedem anderen zurecht.

Völkerverständigung mit vollem Körpereinsatz

Der Anklamer Mühlentreff baut seit ein paar Wochen ein neues Integrationsprojekt auf. Nun kommen drei Asylbewerber regelmäßig zum Trainieren vorbei. Viele verschiedene Sprachen kommen da zusammen, was die Verständigung nicht unbedingt einfach macht. „Mit Händen, Füßen und Technik klappt das aber schon“, sagt Clubleiter Roderich Eichel.

Er will das Projekt weiter ausbauen und ein festes Angebot für Flüchtlinge etablieren. In verschiedenen Sportarten sollen sie gemeinsam mit den Anklamer Jugendlichen trainieren können, denn „so bekommen wir die Vorurteile am besten aus den Köpfen raus.“ Eine Integration sei immer schwierig, aber so könne sie erst recht nicht funktionieren. Über den Sport klappt das hingegen viel besser.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung