Information sorgt für Unruhe:

Wie weiter mit dem Winterdienst?

Wie denn, was denn, wer fegt jetzt denn, wenn‘s wirklich noch mal schneit? Das fragten sich die Menschen in Schmatzin, nachdem es darum Verwirrung gegeben hatte. Wir klären auf.

Von solchen Szenen wurden wir bisher verschont. Aber was ist, wenn der Schnee doch bald kommt?
Bernd Wüstneck/dpa-Archiv Von solchen Szenen wurden wir bisher verschont. Aber was ist, wenn der Schnee doch bald kommt?

Manche Nachricht nimmt eigentümliche Wege. Wie in Schmatzin. Was da an der Tagesordnung ist, erinnert schon ein bisschen an Stille Post: Was auf der einen Seite eingegeben wird, kommt auf der anderen ganz anders an...

Es geht um den Winterdienst. Und auch, wenn der Schnee bis jetzt noch auf sich hat warten lassen, die weiße Pracht kann noch kommen. Und sorgt dann nicht nur für Freude, sondern ebenso für verwehte Straßen. In so einem Fall ist der Winterdienst für die Einwohner in der Gemeinde Schmatzin besonders wichtig, denn ohne schwere Technik sitzt man in den kleinen Ortsteilen und abgelegenen Gehöften fest.

Nun aber wabert das Gerücht durch Schmatzin und Umgebung, dass die Bürger den Winterdienst in die eigenen Hände nehmen sollen. Doch Bürgermeister Klaus Brandt dementiert. „Wir haben einen Vertrag mit einem Unternehmen, und dabei bleibt es auch“, erklärt er. Man könne doch schlecht die abgelegen wohnenden Einwohner sich selbst überlassen. Also werde am kommunalen Winterdienst nicht gerüttelt. „Das Land soll die Kommunen lieber so ausstatten, dass alle Pflichtaufgaben erledigt werden können“, erklärt der Schmatziner Bürgermeister.

Dass sich in der Gemeinde eine andere Lesart der Dinge ihren Weg bahnte, daran ist Brandt vielleicht nicht ganz unschuldig. So berichtete er in der Öffentlichkeit von Vorschlägen des Amtes, die Kosten des Winterdienst stärker als bisher auf den Bürger umzulegen.  Und diese Vorschläge kamen von keiner Geringeren als Regina Kloker, der Leitenden Verwaltungsbeamtin des Amtes Züssow. Doch die Amtschefin sah ihre Ausführungen lediglich als Information an den Bürgermeister, denn bei der Suche nach Einsparpotenzialen in der klammen Gemeindekasse kam man  auch auf den Winterdienst zu sprechen. Und die Leitende Verwaltungsbeamte habe den Schmatziner Bürgermeister lediglich darauf aufmerksam gemacht, dass Anwohner an Anliegerstraßen nach dem Gesetz stärker an den Winterdienstkosten beteiligt werden könnten als Anwohner an Durchgangsstraßen. Aber auch das soll zumindest in dieser Winterdienst-Saison in Schmatzin kein Thema sein.