Bandidos wenden sich an den Nordkurier:

„Wir waren das nicht!“

Normalerweise laufen die Bandidos nicht gleich zur Presse, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen. Aber Frauen verschleppen, bedrohen und zum Sex nötigen – diesen Vorwurf lassen sie nicht auf sich sitzen.

Zu den Bandidos habe der 34-jährige Anklamer zu keiner Zeit gehört, sagte ein Pressesprecher der Rocker dem Nordkurier.
Archiv Zu den Bandidos habe der 34-jährige Anklamer zu keiner Zeit gehört, sagte ein Pressesprecher der Rocker dem Nordkurier.

Mit der Presse reden und Auskünfte über Mitglieder geben – im Ehrenkodex der Rocker ist das fast so schlimm wie zur Polizei zu laufen. Jetzt riefen die Bandidos aber doch beim Nordkurier an. „Das war keiner von uns, damit das klar ist. Mit so etwas haben wir nichts zu tun!“ So meldete sich ein Sprecher der Bandidos in unserer Anklamer Redaktion und erklärte, dass der 34-jährige Anklamer, der in der vergangenen Woche seine Ex-Freundin mit Gewalt entführte und zum Sex zwingen wollte, zu keiner Zeit Mitglied der Bandidos gewesen sei. Die Polizei hatte in einer entsprechenden Pressemeldung von einer Verbindung in die Rockerszene gesprochen, der Beschuldigte selbst hatte in Anklam immer mit seiner Zugehörigkeit zum Umkreis der Bandidos kokettiert.

Die allerdings erzählen das jetzt ganz anders: Der Mann sei lediglich Mitglied der „Vengators“ gewesen,dieser Club ist eine offizielle Unterstützergruppe der Bandidos. „Aber schon vor einem Jahr hat man ihn ausgeschlossen“, erklärte der Bandidos-Sprecher. Zu den Gründen wollte er nichts Genaues sagen. Nur so viel: „Er hat wohl nicht dazu gepasst.“ Da haben die Rocker also offensichtlich rechtzeitig die Verbindungen zu einem Mann gekappt, der in seinem Umfeld als unberechenbar galt.

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