Privatquartiere werden nicht beschlagnahmt:

Wird das Pflegeheim zur Flüchtlingsherberge?

Der Kreis will ein weiteres Flüchtlingswohnheim einrichten und prüft gegenwärtig mehrere Optionen. Auch das ehemalige Pflegeheim in der Anklamer Hospitalstraße steht dabei auf dem Zettel.

Wird aus dem ehemaligen Pflegeheim nun doch eine Flüchtlingsherberge? Die Entscheidung fällt bald.
J. Foetzke Wird aus dem ehemaligen Pflegeheim nun doch eine Flüchtlingsherberge? Die Entscheidung fällt bald.

Wenn es um die Unterbringung von Flüchtlingen in Anklam geht, setzt Bürgermeister Michael Galander auf die dezentrale Variante in Wohnungen in der Anklamer Südstadt. Dennoch kann er nicht ausschließen, dass es nicht bald doch eine neue Flüchtlingsunterkunft in der Stadt gibt. Denn das Sozialamt des Kreises sucht derzeit nach einem neuen Standort für eine zentrale Unterkunft.

Dabei hat man bereits Objekte in Ueckermünde sowie die ehemalige Artilleriekaserne Karpin bei Eggesin ins Auge gefasst. Doch im Sozialamt des Kreises ist auch nicht verborgen geblieben, dass für das ehemalige Pflegeheim in der Anklamer Hospitalstraße eine neue Nutzung gesucht wird. „Da haben wir natürlich angefragt, ob eine Unterbringung von Flüchtlingen möglich wäre“, berichtet Gerd Hamm, Leiter des Kreis-Sozialamtes. Und von Seiten des Eigentümers, der Nürnberger Versicherungsgruppe, gab es bisher keinen abschlägigen Bescheid. Da werden zwar noch andere Nutzungsvarianten ins Auge gefasst, aber die Entscheidung für oder gegen ein Flüchtlingsheim an der Hospitalstraße erwartet Gerd Hamm zum Jahresende. Sollten die Planungen dann in diese Richtung gehen, wird es zukünftig trotzdem keine zwei Flüchtlingsheime in Anklam geben. „Dann werden wir die Einrichtung im Gewerbegebiet schließen“, erklärt Hamm.

Privater Wohnraum wird nicht beschlagnahmt

Ansonsten sei Greifswald der Ort, der nach Meinung des Kreis-Sozialamtsleiters das größte Potenzial habe. „Die Zahl der in der Stadt untergebrachten Flüchtlinge steht bisher in keinem Verhältnis zur Einwohnerzahl“, erklärt Gerd Hamm. Doch nun habe Greifswald erst einmal 39 Wohnungen zur Verfügung gestellt, in denen die derzeit in Plöwen untergebrachten Flüchtlinge umgesiedelt werden sollen.

Was die Ankündigungen für 2015 betrifft, so hat das Land noch einmal die Zahlen korrigiert. So ist geplant, dass Vorpommern-Greifswald 1124 Menschen aufnehmen soll. Und das scheint keine unlösbare Aufgabe. „Wir haben so einige Anfragen auch von Privatleuten, die Wohnraum zur Verfügung stellen wollen“, erklärt Gerd Hamm.

Aussagen der NPD, wonach der Kreis privaten Wohnraum beschlagnahmen will und die Unterbringung der Flüchtlinge im Chaos enden werde, bezeichnet Hamm schlichtweg als „Blödsinn“.

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Kommentare (1)

Ich begrüße ausdrücklich und unterstütze, die Verabschiedung eines Beschlusses zur Unterbringung von Asylbewerbern, auf dem CDU Parteitag. Die CDU fordert,dass Asylbewerber bis zu ihrer Anerkennung zentral in den Bundesländern untergebracht werden und bis zur Anerkennung ihre Freizügigkeit eingeschränkt wird. Nach meiner Meinung,sollten auch die Eingliederungsmaßnahmen bis zur Anerkennung unterbleiben und bei einer Ablehnung,sollte zeitnah eine Abschiebung erfolgen. Hätten in Dresden und anderswo,die Aufmärsche gegen Überfremdung nicht so viel Zuspruch gefunden,wären diese Forderungen nicht durch die CDU verabschiedet worden.