Ehepaar hat ein flauschiges Problem:

Wohin mit all den Katzenbabys?

Nein, zum Katzen-Killer wollen die beiden nicht werden. Aber wohin denn mit all den Tieren? Ein Ehepaar in Groß Bünzow hat ein ziemlich flauschiges Problem.

Diese Katze tummelt sich zusammen mit einem guten Dutzend weiterer Jungtiere inzwischen auf dem Hof in Groß Bünzow – und bis Jahresende könnten es noch mehr werden.
C. Schönebeck Diese Katze tummelt sich zusammen mit einem guten Dutzend weiterer Jungtiere inzwischen auf dem Hof in Groß Bünzow – und bis Jahresende könnten es noch mehr werden.

Rund ein Jahr ist es jetzt her, dass die Kühns ihr Erbe in Groß Bünzow angetreten haben. Doch jetzt hat das Paar ein unerwartetes Problem. Und dabei hatten sie doch eigentlich an alles gedacht. "Die Katze, die hier auf dem Grundstück lebt, haben wir gleich kastrieren lassen", sagt der neue Hausherr. Aber die anderen Dorfkatzen haben das Gehöft offenbar als neue Kinderstube ausgemacht. Im Gebüsch an der Zufahrt tummeln sich die Tiere die meiste Zeit des Tages. "Ein gutes Dutzend ist das inzwischen", schätzt Joachim Kühn.

Wie wird man die Tiere wieder los?

Alle Mühen zeigten bisher keinen Erfolg. Beim Tierheim in Greifswald habe man abgewunken. Kein Platz, schon gar nicht für so viele Tiere und zuständig sei man ohnehin nicht für den Bereich. Auch andere Tierschützer im Kreis hätten sich außerstande gesehen, den Tieren ein neues Zuhause zu geben oder zu vermitteln, berichten die Kühns.

"Auf dem Land hat man Methoden"

So viele hungrige Mäuler zu stopfen kostet - ganz abgesehen von den Rechnungen beim Tierarzt. Also kümmern sich die Kühns vorerst um die Tiere. Einfach verhungern lassen, könne er die Kätzchen doch auch nicht, sagt Kühn. "Ich weiß ja, dass man auf dem Land Methoden hat, um sich der Tiere zu entledigen. Das haben mir auch einige schon gesagt, aber ich kann das einfach nicht", so der Berliner.

Aber auf dem Grundstück in Groß Bünzow könnten die Katzen nicht alle bleiben. Zumal es kaum bei der jetzigen Zahl bleiben wird. Eine Kastration koste stolze 175 Euro. Klar, das könne kein Verein mal eben übernehmen. "Wir wären ja bereit, eine entsprechende Spende zu machen, wenn ich wüsste, dass die Tiere hinterher in guten Händen sind", kündigt er an. Nur bislang will niemand den Groß Bünzower Katzennachwuchs.

 

Wer Interesse an einer der Katzen hat oder beim Vermitteln unterstützen könnte, sendet bitte eine E-Mail an "c.schoenebeck@nordkurier.de".

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