Bundeskanzlerin in Vorpommern:

Wut besänftigt: Angela Merkel besucht die Bauern

Milchpreise, Rapsbeize, Pflanzenschutz. Ja natürlich waren das Themen beim Auftritt der Kanzlerin vor Vorpommerns Landwirten, bei dem sie auch die Wut der Bauern besänftigen konnte. Das ultimative Wahlversprechen drehte sich dann aber, um ein ganz anderes Problem.

Gute Stimmung unter Parteifreunden: Der Geschäftsführer der Zinzower Agrargenossenschaft Marco Gemballa, Kanzlerin Angela Merkel und CDU-Fraktions-Chef im Landtag Vincent Kokert.
C. Schönebeck Gute Stimmung unter Parteifreunden: Der Geschäftsführer der Zinzower Agrargenossenschaft Marco Gemballa, Kanzlerin Angela Merkel und CDU-Fraktions-Chef im Landtag Vincent Kokert.

Das tat gut. Nach all den Tiefschlägen in der Landwirtschaft kommt nun eine, die weiß, was Vorpommerns Bauern, Förster und Bienenzüchter hören wollen. Bundeskanzlerin Angela Merkel besuchte am Donnerstagnachmittag die Agrargenossenschaft Zinzow. Gastgeber war Marco Gemballa, der Landwirt, der erst vor wenigen Wochen deutschlandweit Zuspruch bekam, weil ihm öffentlich der Kragen platzte. Er wiederholte seine Kritik, allerdings in gemäßigter Form, das direkte Aufeinandertreffen mit der Bundeskanzlerin verlief sehr freundlich.

200 geladene Gäste

Merkel auf dem Podium im Zelt rund 200 Geladene aus der Branche. In ihrer Ansprache lobte sie die Betriebe nicht nur als Wirtschaftsfaktor für den ländlichen Raum. "Landwirtschaft ist mehr als das. Ein gutes Steak, ein gutes Ei oder Weizenbrötchen, das sind die Dinge die das Leben ausmachen", schwärmte die Kanzlerin.

Das allein aber besänftigte Vorpommerns Bauern noch nicht. Die Kanzlerin stand zu vielen Problemen der Branche eine knappe Stunde lang Rede und Antwort. Wichtiges Thema waren die Handels-Sanktionen gegen Russland, die so manchen Betrieb schwer getroffen haben. Merkel zeigte Verständnis, aber bat um Geduld. "Ich bin die erste, die Sanktionen aufheben will", betonte sie. Dafür aber müssten erst mal Fortschritte im diplomatischen Konflikt zwischen EU, Ukraine und Russland gemacht werden.

"Kein weiterer grüner Landwirtschaftsminister"

Die Kanzlerin war der Publikumsmagnet. Im Fokus der Veranstalter stand aber eigentlich Lorenz Caffier, Wahlkämpfer und Spitzenkandidat der CDU. Den größten Applaus gab es für sein Bekenntnis zur politischen Farbenlehre in der Landwirtschaft. "Wir müssen alles dafür tun, damit es nach der Landtagswahl nicht noch einen weiteren grünen Landwirtschaftsminister in Deutschland gibt", so der Landesvorsitzende der CDU.

 

 

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Kommentare (1)

…wie eine „Blaupause vor der Wende?“ Oder „Es ist gefährlich in Dingen Recht zu haben, in denen die etablierten Autoritäten (Anm.: „Eliten“) Unrecht haben (Voltaire). Google: Peter heimig.de oder Peter Heimig.com