Flugobjekt mit Seltenheitswert:

Zeppelin-Alarm am Anklamer Himmel

Wolken versperrten teilweise die Sicht, doch dem Anklamer Peer Wittig ist es gelungen, den Forschungszeppelin bei seiner Überfahrt zu fotografieren. Bald gibt es die nächste Chance, den Zeppelin live zu erleben - nicht nur für Anklamer.

Zeppelin über Anklam: Peer Wittig ist dieser Schnappschuss Donnerstagabend vom Turm der Nikolaikirche gelungen.
Peer Wittig Zeppelin über Anklam: Peer Wittig ist dieser Schnappschuss Donnerstagabend vom Turm der Nikolaikirche gelungen.

Eine Stunde lang hat der Anklamer Flugfan und Ballonfahrer Peer Wittig auf dem Turm der Nikolaikirche ausgeharrt. Dann endlich war es soweit: Der Forschungszeppelin "Uhrwerk Ozean" nähert sich der Hansestadt. "Eigentlich ging alles ganz schnell", erzählt Wittig. In zwei bis vier Minuten sei alles vorbei gewesen. 

Der Zeppelin erreicht eine Geschwindigkeit von 70 bis 80 Kilometer pro Stunde und war auf dem Weg von Friedrichshafen am Bodensee nach Peenemünde. Dort bleibt es jetzt eine Woche lang und startet jeden Tag etwa gegen 6 Uhr und fliegt dann in Richtung Bornholm über die Ostsee. Gegen 15/16 Uhr wird der Zeppelin dann wieder zurück erwartet. Die Forscher wollen im Auftrag des Helmholtz Zentrums Geesthacht mit Hilfe von Spezialkameras kleine Meereswirbel in der Ostsee aufspüren.

Übrigens der Rückflug soll wieder über Anklam gehen: "Das ist am 26. oder 27. Juni - das könnte doch zum Flugplatzfest passen, das wir an dem Wochenende feiern", sagte Wittig.