Zivilcourage:

Zeugen stoppen brutale Schläger

Erst verprügeln sie grundlos einen Fußgänger. Dann drohen sie auch noch den Polizisten Schläge an. Doch die eigene Dummheit und der beherzte Einsatz zweier Zeugen wurde drei Tatverdächtigen in Anklam zum Verhängnis.

Vor diesem Haus am Anklamer Steintor sollen die drei Männer über einen arglosen Fußgänger hergefallen sein. Sie verletzten ihn schwer.
Lutz Reuter Vor diesem Haus am Anklamer Steintor sollen die drei Männer über einen arglosen Fußgänger hergefallen sein. Sie verletzten ihn schwer.

Polizeibekannte Gewalttäter haben am Wochenende offenbar erneut zugeschlagen. So sieht es jedenfalls nach dem bisherigen Ermittlungsstand der Anklamer Polizei aus. Demnach sollen zwei Anklamer und ein Wolgaster am Freitagabend gegen 20.40 Uhr einen 30-Jährigen brutal zu Boden geschlagen haben. Er war anschließend schwerverletzt, kam ins Krankenhaus.

Zum Glück gab es mehrere Zeugen: Ein Mann, der den Vorfall aus seiner Wohnung beobachtet hatte, eilte dem schwerverletzten Opfer zur Hilfe. Eine Frau verfolgte die Tatverdächtigen derweil in sicherer Entfernung mit dem Auto und konnte der Polizei später ihr Aussehen beschreiben und ihnen das Haus zeigen, in dem die Männer verschwunden waren.

Täter verplapperten sich

Weil die Polizei schon wusste, mit wem sie es zu tun bekommen würde - einer der drei Männer war 40-mal vorbestraft -, rückte sie anschließend mit einem Großaufgebot vor dem Haus an. Die Männer wehrten sich dann tatsächlich auch erheblich und hätten die Polizisten unter anderem bespuckt, hieß es.

Bei den folgenden Vernehmungen stellten sie sich nach Polizeiangaben aber vergleichsweise dumm an: So hätten sie die Tat zwar geleugnet, aber bei den Vernehmungen Täterwissen preisgegeben. Nach Abschluss der Ermittlungen dürfte daher wohl der nächste Prozess auf die 19 bis 28 Jahre alten Männer warten - und womöglich auch eine weitere Verurteilung.

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