Noble Geste:

Zirkus spendiert 50 Freikarten für Asylbewerber

Der "Circus Alamos" ist derzeit in Anklam zu Gast und will Zuschauer in seine Manege locken. Doch die Zirkusfamilie denkt auch an die Kinder, die sich einen Besuch im Zirkuszelt nicht leisten können.

Dieser Besuch im Anklamer Asylbewerberheim hat nicht nur der kleinen Elena (2.v.l.) sichtlich Freude bereitet.
Anne-Marie Maaß Dieser Besuch im Anklamer Asylbewerberheim hat nicht nur der kleinen Elena (2.v.l.) sichtlich Freude bereitet.

Wer in den Zirkus will, muss Eintritt zahlen - das sind nun mal die Spielregeln. Eine Hürde, die gerade für die vielen Flüchtlingskinder in Anklam kaum zu überwinden ist. Dennoch sollen sie nicht vor dem Zelt stehen bleiben müssen, wenn der „Circus Alamos“ am Wochenende seine Vorführungen veranstaltet.

Mit einer ganz besonderen Überraschung war Zirkusdirektorin Christine Zinnecker darum nun im Anklamer Asylbewerberheim zu Gast. Für die kleinsten Bewohner hatte sie reichlich Freikarten für die Zirkusveranstaltungen dabei. Insgesamt 50 Karten verschenkte der Zirkus.

Bei solch einem Geschenk war auch Heimleitung Nadine Kapell zunächst vollkommen sprachlos: „Eine Bewohnerin hatte bereits das Zelt gesehen und gefragt, wie teuer denn eine Vorstellung sei“, berichtet sie. Die Leiterin weiß, ein Zirkusbesuch wäre sonst für viele der Asylbewerber unerschwinglich. Mit den vielen Freikarten können nun aber sowohl die 18 Flüchtlingskinder im Asylbewerberheim als auch die weiteren 25 bis 30 Kinder, die in Anklam mit ihren Familien dezentral untergebracht sind, die Veranstaltung genießen.

Auf die Idee, Freikarten an Flüchtlinge zu verschenken, kam die Zirkusfamilie nach einem Auftritt in Angermünde. „Dort kam eine Anwohnerin auf uns zu und fragte, ob wir für die Kinder von Asylbewerbern ein besonders Angebot machen könnten“, sagt die Direktorin. Nach dem Auftritt vor den Kindern waren dann auch die Zirkusleute berührt. „Sie wollten noch extra Fotos mit uns machen und haben sich so sehr gefreut. Da haben wir beschlossen, nun auch in anderen Städten, in denen wir auftreten, Freikarten an Asylbewerber zu vergeben“, sagt Christine Zinnecker.

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