Umwelt-Katastrophe:

Zuckerfabrik: Noch mehr Umwelt-Sünden?

Was die Staatsanwaltschaft vergangene Woche noch geleugnet hatte, musste sie jetzt doch bestätigen. Nicht erst seit dem Fischsterben in der Peene laufen Ermittlungen gegen die Anklamer Zuckerfabrik.

Kein unbeschriebens Blatt: Gegen führende Mitarbeiter der Zuckerfabrik wird schon länger wegen Umwelt-Sünden ermittelt.
Stefan Sauer Kein unbeschriebens Blatt: Gegen führende Mitarbeiter der Zuckerfabrik wird schon länger wegen Umwelt-Sünden ermittelt.

Bereits im Februar dieses Jahres hat das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (lung) gegen Zuckerfabriksgeschäftsführer Matthias Sauer und seinen Prokuristen Anzeige erstattet. Der Verdacht gegen die Zuckerfabrik lautet: unerlaubter Umgang mit Abfällen. Dabei soll es sich um die Einfuhr von Abfällen aus der Aufarbeitung von Bleicherden handeln. 

Eine weitere Anzeige erstattete das Staatliche Amt für Umwelt und Natur im März 2015, ebenfalls gegen Geschäftsführer und Prokuristen. Dieses Mal Bestand der Verdacht des Betriebs einer nicht genehmigten Anlage. Zudem wird der Zuckerfabrik Gewässerverunreinigung vorgeworfen. Damals sollen laut Anzeige verunreinigte Abwässer in die Schanzenbergteiche eingeleitet worden sein. 

Somit revidiert Oberstaatsanwalt Gerd Zeisler seine Aussagen vom vergangenen Freitag, dass derzeit keine weiteren Verfahren gegen die Fabrik bekannt seien. Gleichzeitig weist er aber auch in diesen beiden Fällen auf die Unschuldsvermutung hin: Bislang gebe es nur Vorwürfe, die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen.

 

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Kommentare (2)

Es existieren Anzeigen und Ermittlungen und die Oberstaatsanwaltschaft erzählt uns was vom Pferd?

Wären in der Zuckerfabrik Steuern hinterzogen worden, wäre jetzt die Kavalerie vor Ort. So wurde ja nur ein Fluß platt gemacht, man ist längst zur Tagungsordnung übergegangen, irgendwann gibt's noch einen "Deal" mit der Exekutiven, ein paar scheinheilige Versprechen und das wars dann.