Fischsterben:

Zuckerfabrik: Verbände machen nun Druck

Bis zu eine Million Liter Alkohol. Und das könnte nur die Spitze des Eisbergs sein, befürchten die Umweltverbände im Land. Zwei Wochen nach dem großen Unglück an der Peene, melden sie sich zu Wort. In einer Schärfe, die man so selbst von den Umweltschützern nicht kannte.

Sukzessive wurde die Fabrikanlage an der Peene seit der Wende erweitert und ausgebaut. Was das für Auswirkungen auf den Naturschutz hat? Die Fachleute der Umweltverbände jedenfalls wurden nicht gefragt.
Katja Müller Sukzessive wurde die Fabrikanlage an der Peene seit der Wende erweitert und ausgebaut. Was das für Auswirkungen auf den Naturschutz hat? Die Fachleute der Umweltverbände jedenfalls wurden nicht gefragt.

Auch die Umweltverbände erhöhen nach dem Fischsterben in der Peene jetzt den Druck auf die Ermittlungen. Die Landesverbände von BUND und NABU in Mecklenburg-Vorpommern und die Deutsche Umwelthilfe haben jetzt einen Antrag auf Akteneinsicht beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StaLU) in Stralsund gestellt.

Dass die drei Umweltverbände in dieser Art zusammenarbeiten, sei für alle Beteiligten neu, sagt Stefan Schwill, Landesvorsitzender des Nabu. Es unterstreiche aber den Druck und die Wachsamkeit, mit welcher man sich nun der Probleme in Anklam annehmen will. Denn: Bislang habe man sich mit der Zuckerfabrik in dieser Form noch nicht befasst, sagt er. Haben die Verbände etwa gepennt? Nein. Ein Grund für ihre bisherige Untätigkeit ist auch der Hauptvorwürfe, den die Verbände gegen Fabrik und das StaLU erheben.  

„Die Zuckerfabrik wurde in den letzten Jahren stückweise erweitert und durch weiterverarbeitende Anlagen ergänzt. Ein Genehmigungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz gab es jedoch nicht“, heißt es in der gemeinsamen Pressemitteilung der Verbände. Heißt auch: Die Umwelt-Experten wurden bei Um- und Ausbauten nicht konsultiert. Warum sie übergangen wurden, wolle man jetzt mit der Akteneinsicht klären, sagt Stefan Schwill.

Derweil fordern nicht nur die Umweltverbände, sondern auch der Tourismusverband Vorpommern eine lückenlose Aufklärung. Es sei noch nicht abzuschätzen, „ ob das positive Image des Peenetals, das über Jahre durch das Tourismusmarketing aufgebaut wurde, dadurch nachteilig beeinträchtigt wird“, sagt der Verbandsvorsitzende Tilo Braune.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung

Kommentare (3)

jeden tropfen alkohol den jemand an deutschen zoll vorbei ins land bevördert wird mit harten sanktionen bestraft. aber woher kamen die millionen liten die in der peene verdünnt wurden? war es schwarzbrand???? auch so kann man sich von unliebsamen abfall befreien zu lasten des gemeinwohls. zu guter letzt ist doch die geschäftsführung der angeklagte in diesem prozeß und bitte keine gnade weil man sich freikaufen kann.

Das Werk in Aklam stellt, laut Wikieintrag, um die 50-60000 m³ (50-60 000 000 Liter) an Bioethanol, der is übrigens nicht zum saufen, her, legal! Nix mit Schwarzbrand.... Ne gewaltige Sauerei bleibts dennoch.

auch wenn man ihn nicht verkosten kann ,muss er versteuert werden! keiner hat gemerkt das da was fehlt??? sauerei in der abrechnung von produzierten waren, hier sollte die finanzbehörde mal besser kontrollieren oder ensteht die brühe etwa beim kaffeekochen nebenbei und wird über die toilette entsorgt???