Der Grabschmuck

Pflanzen mit tiefer Symbolik
als Zeichen lebendiger Anteilnahme und Erinnerung

Kommunikation mit dem Verstorbenen

Grabschmuck ist ein besonderer Ausdruck dafür, dass man an den Verstorbenen denkt und ihn in Erinnerung behält. Blumen symbolisieren den Kreislauf von Werden und Vergehen, sie stehen für den Ablauf des Jahres und sind Zeichen lebendiger Anteilnahme und Erinnerung.

Manche Pflanzen haben eine tiefe Symbolik. Sie als Grabschmuck zu wählen ist nicht nur eine besondere Art der Brauchtumspflege, sondern setzt auch einen Akzent in der Kommunikation mit dem Verstorbenen.

So ist die Akelei Sinnbild des Heiligen Geistes, die Anemone mit ihren weißen, an den Rändern rot gefärbten Blüten steht für das vergossene Blut der Heiligen. Ähren sind laut dem 90. Psalm Zeichen für Vergänglichkeit und Auferstehung, die Chrysantheme als Totenblume schlechthin wehrt dämonische Einflüsse ab. Die immergrünen Blätter von Buchs und Efeu sind Zeichen der Unsterblichkeit, seit der Christianisierung auch Symbol für das christliche Leben. Die Zweige der Eibe gehören seit jeher zum Grabschmuck im November. Die Iris besiegelt im Christentum den Bund Gottes mit den Menschen, die Marienblume Maiglöckchen ist Symbol für die reine Liebe und das Heil. Die Blüten der Margerite symbolisieren Perlen oder Tränen der Trauer, die Kapsel des Mohns beschreibt den Tod als Bruder des Schlafs, die Frucht und das Blatt der Nelke erinnern an die Nägel bei der Kreuzigung Christi. Die Ringelblume, ebenfalls eine klassische Totenblume, ist das Symbol der Erlösung. Die Königin der Blumen, die Rose, steht in Rot für das Blut Christi, in Weiß für das Abbild der Maria. Rosen knicken bei wechselnder Witterung leicht ab: Vielleicht sollte man sie dann auch einmal stehen lassen – exakt so geben sie zwar ein trauriges Bild, sind aber gleichzeitig Zeugen eines zu früh beendeten Lebens.

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