:

Auf Schatzsuche mit Mini-Computer

Das Laub knistert, während Fabian vorsichtig durch den Wald stapft. Ab und zu schaut er auf ein kleines Gerät, das er in der Hand hält. Auf dem Bildschirm ...

Fabian sucht nach einem Hinweis auf den Cache. Wo kann er nur sein?  FOTOs (2): Lisa Krassuski

Das Laub knistert, während Fabian vorsichtig durch den Wald stapft. Ab und zu schaut er auf ein kleines Gerät, das er in der Hand hält. Auf dem Bildschirm sieht man eine Karte und eine Zahl. „Noch 80 Meter“, steht dort. Auch Carolin hat so ein Gerät. Die Achtjährige läuft dicht hinter Fabian her.
Fabian und Carolin machen fast jedes Wochenende Geocaching (gesprochen: geo-käsching). Das ist ein Spiel, bei dem man draußen unterwegs ist und nach einem Schatz sucht. Dieser Schatz wird auch Cache (gesprochen: käsch) genannt. Das ist Englisch und bedeutet so viel wie Versteck. Der Cache besteht meist aus einer kleinen Plastikdose. Darin liegen Spielzeug, Stifte und andere kleine Gegenstände. Diese Sachen können getauscht werden. Außerdem gibt es darin noch ein Notizbuch. Doch woher wissen Carolin und Fabian eigentlich, wo der Cache versteckt ist?
Die Anleitungen für das Geocaching gibt es auf speziellen Seiten im Internet. Dort steht etwa, in welchem Land der Cache liegt. Man erfährt auch, ob er groß oder klein ist und welche Ausrüstung man braucht, um ihn zu finden. „Manchmal gibt es auch einen Tipp, zum Beispiel ob der Cache eher hoch oder tief versteckt ist“, erklärt Carolin.
Das Wichtigste in der Anleitung sind aber die Koordinaten. Das sind Zahlen, mit denen man die Lage von jedem Punkt der Erde beschreiben kann: von jeder Stadt, jedem Berg – und von jedem Cache. Wenn man einen Cache sucht und seine Koordinaten kennt, kann man diese in einen kleinen Computer eingeben. Dieser zeigt dann an, wie weit der Cache entfernt ist und wo man lang laufen muss. Der Computer wird auch GPS-Gerät genannt.
Fabian zeigt auf den Bildschirm seines GPS-Geräts. Darauf sieht man eine Karte der Umgebung, einen Pfeil und eine Linie. „Wir sind der rote Pfeil“, erklärt der Zehnjährige. Die Linie zeigt einen Weg. Und am Ende der Linie liegt der Cache. Nur noch wenige Meter fehlen jetzt bis zum Ziel. Carolin und Fabian schauen sich nun genau um. Unter einem umgestürzten Baumstamm sieht Fabian plötzlich etwas aufblitzen: „Der Cache!“, ruft er. Sie haben den Schatz gefunden.