Verdächtiger Gegenstand:

Air-France-Flugzeug in Kenia gelandet

Bombenalarm für eine Air-France-Maschine in Kenia. Die Passagiere wurden in Sicherheit gebracht. Jetzt stellte sich heraus: Das Paket war eine Attrappe.

Der Air France Flug 463 musste in Mombasa, Kenia, notlanden.
EPA/STR Der Air France Flug 463 musste in Mombasa, Kenia, notlanden.

Eine Passagiermaschine der Fluggesellschaft Air France ist nach dem Fund eines verdächtigen Gegenstandes außerplanmäßig in Kenia gelandet. Die Boeing 777 mit 459 Passagieren und 14 Besatzungsmitgliedern war auf dem Weg von Mauritius nach Paris, als ein Passagier in einer Bordtoilette einen verdächtigen Gegenstand bemerkte, wie die kenianische Polizei mitteilte.

Der Langstreckenjet landete daher kurz nach Mitternacht Ortszeit am Sonntag auf dem Flughafen der Hafenstadt Mombasa. Alle Passagiere wurden über Notrutschen aus dem Flugzeug gebracht, wie Air France mitteilte. Kenianische Experten entfernten den verdächtigen Gegenstand. Frédéric Gagey, der Chef der französischen Fluggesellschaft, teilte Medienberichten zufolge am Sonntagnachmittag mit, es habe sich um eine Bombenattrappe gehandelt. Demnach sei kein Sprengstoff gefunden worden, sondern ein Gegenstand aus Karton, Papier und einer Zeitschaltuhr.

Flugzeuge seit Anschlägen unter besonderer Beobachtung

Frankreich ist seit langem im Visier islamistischer Terroristen. Seit den blutigen Anschlägen von Paris am 13. November wurden die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Air-France-Maschinen stehen dabei unter besonderer Beobachtung.

Kenias Innenminister Joseph Nkaissery erklärte, einige Passagiere seien nach der Evakuierung des Flugzeugs von der Polizei in drei Hotels befragt worden. Örtlichen Medienberichten zufolge konzentrierten sich die Ermittler auf zwei Verdächtige. Die Polizei bestätigte dies jedoch zunächst nicht.