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Aus Versehen Pony erschossen

Ein Berliner hat ein Pony mit einem Wildschwein verwechselt – jetzt ist der Schütze seine Berechtigung zum Jagen los.

Kein Wildschwein, sondern ein Pferd war es, das dem Waidmann vor die Flinte kam.
Jens Büttner Kein Wildschwein, sondern ein Pferd war es, das dem Waidmann vor die Flinte kam.

Das hat das Verwaltungsgericht in Berlin in einem Eilverfahren entschieden. Der 64 Jahre alte Jäger hatte an einem Abend im August 2012 ein Pony erschossen, das auf einer großen Koppel nördlich von Oranienburg stand. Er dachte, das Tier sei ein Wildschwein. Zudem argumentierte der Jäger, es sei bereits dunkel gewesen, und ein einziger Fehlschuss könne seine waffenrechtliche Zuverlässigkeit nicht infrage stellen.

Das Verwaltungsgericht sah das anders und bestätigte die erste Entscheidung der Waffenbehörde, die der Jäger angefochten hatte. Es gehöre zu den „elementaren Verhaltensregeln des Gebrauchs von Schusswaffen bei der Jagd, dass der Jäger einen Schuss auf Wild nur dann abgeben dürfe, wenn er sich über das Tier, auf das er schieße, vergewissert habe“, entschied das Gericht.