Wettkampf mit Axt und Säge:

Bei 80 Pferdestärken fliegen die Späne

Bei der Weltmeisterschaft im Sportholzfällen rücken Hünen aus der ganzen Welt Baumstämmen zu Leibe. Um den Sieg in der Stuttgarter Porsche-Arena kämpft auch ein Deutscher.

Robert Ebner kämpft: Schnell, präsise und kraftvoll schwingt er die Axt auf der Weltmeisterschaft.
Jörg Mitter / Global Newsroom Robert Ebner kämpft: Schnell, präsise und kraftvoll schwingt er die Axt auf der Weltmeisterschaft.

Es ist sein großer Moment. Robert Ebner tritt nervös auf die Bühne der Stuttgarter Porsche-Arena. Vor ihm steht ein Holzstamm mit einem Durchmesser von fast 50 Zentimetern. Der 28-Jährige ist Deutscher Vize-Meister im Sportholzfällen und steht kurz davor, sich bei der WM aufs Treppchen zu sägen. Alle Disziplinen liefen gut für den jungen Forstwirt aus der bayrischen Rhön, der erst seit sieben Jahren aktiv dabei ist. Doch ausgerechnet die letzte Disziplin, die „Höllen-Säge“, ist seine große Schwachstelle. Schon bei der Deutschen Meisterschaft hat er hier versagt.

Der Umgang mit dem Spezialgerät hat es in sich. Mit der handelsüblichen Motorsäge hat sie nichts mehr gemein, hat sie doch eine Leistung von bis zu 80 Pferdestärken. Die „Hot Saw“ zerteilt das Holz, als wäre es Butter. Die besten Sportler benötigen keine zwei Sekunden pro Scheibe. Neben Kraft, erklärt Ebner, brauche es in seinem Sport auch Schnelligkeit und Präzision.

Die muss er jetzt zeigen. Fast 5000 Zuschauer in der Halle jubeln dem Lokalmatador zu. Seine Nervosität hat sich noch nicht gelegt. Und dann das: Die Säge springt nicht an, er verliert Zeit und hat die Chance auf einen Medaillenrang vergeben. Er landet auf dem undankbaren vierten Platz. Das Publikum feiert ihn trotzdem.

Auch er hatte keine Chance gegen den besten Mann des Abends: Brad De Losa. Der Australier zersägt und zerhackt alles in kürzester Zeit. Das Publikum ist begeistert.

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