Gondelunfall:

Deutscher Tourist stirbt in Venedig

Vor den Augen seiner Familie verunglückt ein Tourist tödlich im dichten Verkehrsgewimmel auf dem Canale Grande.

An der Rialtobrücke in Venedig ist immer dichter Verkehr.
             
Andrea Merola An der Rialtobrücke in Venedig ist immer dichter Verkehr.  

Ein deutscher Tourist ist bei einem Gondelunfall in Venedig ums Leben gekommen. Der 50-Jährige hatte Medienberichten zufolge am Samstag mit seiner Familie einen Ausflug auf dem Canale Grande unternommen, als die Gondel mit einem Vaporetto-Wasserbus zusammenstieß. Die Touristen und der Gondoliere stürzten ins Wasser, dann wurde der Mann zwischen der Fähre und einem Pier zerdrückt. Medienberichten zufolge hatte er sich zuvor schützend über seine kleine Tochter geworfen.

Helfer hätten versucht, den Familienvater noch an der Unfallstelle zu reanimieren. Die drei Jahre alte Tochter erlitt eine Gehirnerschütterung und Verletzungen im Gesicht, wurde aber bereits wieder aus dem Krankenhaus entlassen. Die Ehefrau und die beiden Söhne des Paares blieben unverletzt. Der Getötete soll nach Angaben von Medien in München tätig gewesen sein.

Der Kapitän des Vaporettos gab an, er habe die Kontrolle über sein Schiff verloren, als er versuchte, Gondeln und Wassertaxis an der berühmten Rialtobrücke auszuweichen. Er hatte den Rückwärtsgang eingelegt und die Gondel etwa 20 Meter mitgeschleift.

Nach dem Unfall wurden Forderungen nach besseren Verkehrskontrollen auf den Kanälen der Lagunenstadt laut.