Schlechte Laune zahlt sich aus:

Die Katze mit dem bösen Blick wird TV-Star

Sie ist nicht nur die am schlechtesten gelaunte, sondern auch die erfolgreichste Katze der Welt: „Grumpy Cat“. Mit nach unten gezogenen Mundwinkeln wurde sie im Internet erfolgreich, jetzt tritt sie den nächsten Karriereschritt an.

Die grummeligste Katze der Welt wird bald öfter als einmal pro Woche vor der Kamera stehen. Zu Weihnachten läuft der Film im amerikanischen Fernsehen.
Gage Skidmore Die grummeligste Katze der Welt wird bald öfter als einmal pro Woche vor der Kamera stehen. Zu Weihnachten läuft der Film im amerikanischen Fernsehen.

Dazu wird sie sicher ordentlich das Gesicht verziehen: Ausgerechnet auf „Lifetime“ läuft er, der erste Film über die grummelige Katze „Grumpy Cat“. Seit Jahren hat der US-Fernsehsender einen zweifelhaften Ruf als Abspielstation für rührselige TV-Filme mit hohem Schmalzfaktor – das, was man in Deutschland früher den „Großen TV-Roman“ nannte. Am Samstag kommt dort nun also „Grumpy Cat‘s worst Christmas ever“ (etwa „Das schlimmste Weihnachten aller Zeiten für die mürrische Katze“).

Erzählt wird die Geschichte eines Mädchens, das die berühmteste Katze der Welt in einer Tierhandlung entdeckt und mit ihr kommunizieren kann. Dem Tier gefällt das alles natürlich überhaupt nicht – auf der Promo-Webseite im Internet verzieht sie mürrisch ihr Gesicht.

„Grumpy Cat“ hat einen eigenen Manager

Genau dieses Gesicht ist längst eine Goldgrube: Der Siegeszug der US-amerikanischen Katze geht auf ein Foto zurück, das der Bruder der Besitzerin im September 2012 auf der Diskussionsseite Reddit veröffentlichte. Zu sehen ist das Katzengesicht mit kleinem Unterbiss und leichter  Behinderung, genannt  „feliner Kleinwuchs“, eben genau so, dass es den Anschein hat, als ob die Katze die Mundwinkel missbilligend nach unten zieht. Schnell ist der Spitzname geboren, sofort ist er Programm: „Grumpy“ heißt auf Englisch „grummelig“ oder „mürrisch“. „Einmal hatte ich Spaß. Es war schrecklich“, wird Grumpy Cat in einer Abwandlung des Bildes in den Mund gelegt.

Lange vor dem Film hatte die Katze einen Manager, Ben Lashes. Und der nimmt sein Geschäft ernst. Zwei Bücher über die Katze („Ein mürrisches Buch“ und „Der mürrische Führer durch das Leben“) standen auf der Bestsellerliste der „New York Times“, laut „New York Magazine“ wurden bereits bis Ende 2013 mehr als 100000 T-Shirts mit dem Gesicht der Katze verkauft. Dazu kamen ebenso viele Plüschtiere zu rund 15  Dollar (12 Euro) das Stück. Ebenfalls erhältlich: Sticker, Socken, Malbücher und sogar „Grumppuccino“-Kaffee in drei Geschmacksrichtungen, Werbespruch: „Er ist furchtbar gut.“

Die Besitzer der zweieinhalb Jahre alten Katze bemühen sich laut Webseite trotzdem um Normalität. Das Tier werde nur ein Mal pro Woche vor die Fotokameras gestellt, schreibt Tabatha Bundesen auf der Webseite. Wie viel genau sie schon mit der Katze verdient hat, ist unbekannt. Mitte 2013 schrieb die „Washington Post“ bereits von einem sechsstelligen Betrag, lange vor der Kaffeelinie und den Filmeinnahmen.

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