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Die Vogelgrippe ist noch nicht gebannt

Um die Vogelgrippe in Deutschland ist es ruhig geworden. Angesichts hunderttausender erkrankter Tiere in Italien, Belgien und Frankreich ist jedoch weiterhin Vorsicht geboten.

Auf einer Geflügelfarm in Latrille (Frankreich) war im Januar die Geflügelpest ausgebrochen (Archivbild).
Bob Edme / dpa Auf einer Geflügelfarm in Latrille (Frankreich) war im Januar die Geflügelpest ausgebrochen (Archivbild).

Die Vogelgrippe-Epidemie ist in den vergangenen Monaten in Europa deutlich abgeflaut. Dennoch sehen Experten angesichts weiter auftretender Fälle die Gefahr erneuter Ausbrüche in Deutschland noch nicht gebannt.

Hühnern und Puten betroffen

So sei die Vogelgrippe Anfang Juli in Geflügelhaltungen in Belgien und Frankreich und seit Mitte Juli in 13 Beständen in Norditalien aufgetreten, sagte die Sprecherin des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI), Elke Reinking, auf der Insel Riems bei Greifswald am Mittwoch. In Italien waren Bestände mit mehreren Hunderttausend Hühnern und Puten betroffen – zuletzt Anfang August ein Bestand in der Region Mantua.

Auch unter Wildvögeln, die als größtes Einschleppungsrisiko gelten, ist der Erreger H5N8 weiter präsent. Zuletzt wurde Anfang August in Großbritannien (North Norfolk) ein Höckerschwan positiv getestet.

Kommentare (2)

Elisabeth P. vor 21 Stunden In Italien brach das Virus in mehreren Ställen mit tausenden Tieren aus - die waren sicherlich nicht im Freiland. Höckerschwäne gerhören zu den Tieren, die ihre Nahrung oft auf geflügelkotgedüngten Feldern suchen. In allen bekannten Fällen hielten sich hochpathogene Viren je nur kurz bei Wildvögeln, das Virus verschwand immer sehr schnell (vgl. auch hier in Plön). Eine Weiterverbreitung durch Wildvögel ist daher unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist eine Kontamination durch die fast allgegenwärtigen Geflügel- und Kot-Transporte, die oft sehr weite Strecken zurücklegen. Wieso in aller Welt gelten dann immer noch Wildvögel als Hauptverbreiter? Tatsache ist, dass in keinem einzigen Fall eine Übertragung von HPAIV (der hoch pathogenen Variante des Virus H5N1 oder H5N8) wiklich nachgewiesen werden konnte. Es gab jeweils nur Vermutungen. Die hohe Ausbruchsrate des Virus in großen industriellen Ställen weist eher auf eine Verbreitung durch Vektoren des internationalen Handels hin - und hier sollten alle Wege geprüft ewrden, nciht nur der eines Direktimportes, denn das globale Handelsnetz ist weitgespannt, wie allein schon die Wege der Eintagsküken zeigen! Vgl. dazu auch: www.wai.netzwerk-phoenix.net, ein Zusammenschluss von Tierärzten, Ornithologen und Biologen, der die Wildvogelhypothese ebenfalls für unrealistisch hält. Profiteure der derzeitigen Seuchenpolitik sind die großen Stallbetriebe, denen die grausame Stallpflicht nichts ausmacht, für die das Einzeltier wenig wert ist und die Freilandhaltungen eher als unliebsame Konkurrenz ansehen. Jene dominieren leider im Zentralverband der Geflügelwirtschaft, der wiederum einen starken Einfluss auf Politik und Wissenschaft ausübt.

In Italien brach das Virus in mehreren Ställen mit tausenden Tieren aus - die waren sicherlich nicht im Freiland. Höckerschwäne gerhören zu den Tieren, die ihre Nahrung oft auf geflügelkotgedüngten Feldern suchen. In allen bekannten Fällen hielten sich hochpathogene Viren je nur kurz bei Wildvögeln, das Virus verschwand immer sehr schnell (vgl. auch hier in Plön). Eine Weiterverbreitung durch Wildvögel ist daher unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist eine Kontamination durch die fast allgegenwärtigen Geflügel- und Kot-Transporte, die oft sehr weite Strecken zurücklegen. Wieso in aller Welt gelten dann immer noch Wildvögel als Hauptverbreiter? Tatsache ist, dass in keinem einzigen Fall eine Übertragung von HPAIV (der hoch pathogenen Variante des Virus H5N1 oder H5N8) wiklich nachgewiesen werden konnte. Es gab jeweils nur Vermutungen. Die hohe Ausbruchsrate des Virus in großen industriellen Ställen weist eher auf eine Verbreitung durch Vektoren des internationalen Handels hin - und hier sollten alle Wege geprüft ewrden, nciht nur der eines Direktimportes, denn das globale Handelsnetz ist weitgespannt, wie allein schon die Wege der Eintagsküken zeigen! Vgl. dazu auch: www.wai.netzwerk-phoenix.net, ein Zusammenschluss von Tierärzten, Ornithologen und Biologen, der die Wildvogelhypothese ebenfalls für unrealistisch hält. Profiteure der derzeitigen Seuchenpolitik sind die großen Stallbetriebe, denen die grausame Stallpflicht nichts ausmacht, für die das Einzeltier wenig wert ist und die Freilandhaltungen eher als unliebsame Konkurrenz ansehen. Jene dominieren leider im Zentralverband der Geflügelwirtschaft, der wiederum einen starken Einfluss auf Politik und Wissenschaft ausübt.