:

Drei Kumpel nach Explosion in Kali-Grube gestorben

Hunderte Meter unter der Erde hat es in der Kali-Grube Unterbreizbach in Thüringen eine schwere Gasexplosion gegeben. Sieben Bergleute waren zunächst eingeschlossen, vier von ihnen haben Helfer gerettet.

Polizeibeamte stehen vor der Kali-Grube in Unterbreizbach (Thüringen). Dort sind nach einem Gasausbruch mehrere Bergleute eingeschlossen worden.
Michael Reichel Polizeibeamte stehen vor der Kali-Grube in Unterbreizbach (Thüringen). Dort sind nach einem Gasausbruch mehrere Bergleute eingeschlossen worden.

Bei dem Grubenunglück in Thüringen sind drei vermisste Bergleute ums Leben gekommen. Das teilte das zuständige Unternehmen am Dienstagabend mit. Nach einer Gasexplosion gegen 13 Uhr in dem Kali-Bergwerk waren die drei Kumpel in 700 Meter Tiefe eingeschlossen. Vier Bergleute entkamen dem Unglück in der Grube Unterbreizbach nahezu unverletzt, wie ein Sprecher sagte. Ärzte kümmerten sich dennoch um sie.

Die Mine gehört dem Kali- und Steinsalzproduzenten K+S (Kassel). Die Explosion hatte sich nach Unternehmensangaben am Mittag beim Abbau von Kali-Salzen ereignet. Solche Sprengungen finden regulär bis zu dreimal am Tag statt. Die Detonation beförderte eine gewaltige Staubwolke durch den Schacht an die Oberfläche. Gefahr für den kleinen Ort Unterbreizbach mit seinen etwa 3800 Einwohnern bestand nach Unternehmensangaben durch die Gasexplosion nicht.

Die Region im Südwesten Thüringens nahe der Landesgrenze zu Hessen ist seit Jahrzehnten vom Kali-Bergbau geprägt. Kaliumdüngemittel ist für die Landwirtschaft wichtig.