Guiness-Buch der Weltrekorde:

Ein Tag, an dem verrückte Dinge möglich sind

Jedes Jahr gilt es ein neues Buch zu füllen. Traditionell treffen sich die Rekordjäger zum „Guinness World Records Day“ – auf der ganzen Welt. Schnelligkeit, Geschick und Menge schräger Ideen zählen.

Der Australier Cheyne Hultgren hat einen Unterwasser-Rekord aufgestellt. Drei Schwerter hat er geschluckt.
Dan Himbrechts Der Australier Cheyne Hultgren hat einen Unterwasser-Rekord aufgestellt. Drei Schwerter hat er geschluckt.

Zum Guinness-Rekordtag haben sich Menschen auf der ganzen Welt an ungewöhnlichen Bestmarken versucht. Auch in Deutschland wurden Rekorde geknackt. In Hamburg gab es eine offizielle Veranstaltung dazu. „Die bestehenden Rekorde sind deutlich überboten worden“, sagte Veranstalter Olaf Kuchenbecker.

Der 16-jährige Marcel Gurk stellte gleich vier Fußball-Rekorde auf. So etwa beim Jonglieren mit dem Schienbein mit 202 Berührungen in einer Minute. Auch den bisherigen Rekord des Briten Ash Randall im Balancieren eines Fußballs auf der Fußsohle schlug er um das Fünffache auf nunmehr 30:02 Minuten.

Rekord mit Brachial-Gewalt

Bereits am Mittwoch verbesserte Joe Alexander den bestehenden Höchstwert einer australischen Zirkusartistin in der Disziplin „Lauf über Sektflaschen“. Mit 60 Flaschen übertrumpfte er die Australierin um neun.

Brachialer ging es bei der Wette von „Hammerhand“ Kahrimanovic zu. Der Taekwondo- und Selbstverteidigungslehrer zertrümmerte innerhalb einer Minute 25 Getränkedosenpaare mit der Handkante.

Frauen lassen Hüften kreisen

Losgegangen war es am Morgen im australischen Sydney. Dort schluckte Chayne Hultgren gleichzeitig drei Schwerter unter Wasser, bisher ist den Guinness-Aufzeichnungen zufolge niemand bekannt, der das geschafft hat. In Japan lief Kenichi Ito 100 Meter auf allen Vieren, und zwar in 16,87 Sekunden. In den USA hatte Basketballspieler Thunder Law mit 33,45 Metern den längsten Wurf Richtung Korb geschafft.

Einige Teilnehmer gingen den Tag mit Kreativität an. In London etwa stellte eine Hobbygruppe den Rekord für die meisten gleichzeitig schwingenden Hula Hoop Reifen auf. Zehn junge Frauen ließen zur selben Zeit 264 Reifen kreisen, wie es von den Machern des Guinness-Buches hieß.

Schal misst über vier Kilometer

Das größte Treffen von als Pinguine verkleideten Menschen fand ebenfalls in London statt. 325 Kostümierte machten mit. Aus dem hohen Norden kam der längsten Schal, der je gestrickt wurde. Der Norweger Helge Johanson hatte 30 Jahre gebraucht, um das 4,5 Kilometer lange Strick-Stück zu schaffen. In den USA wurde ein Sammler anerkannt: Scott Wiener besitzt 595 verschiedenen Pizzakartons.

Der Chefredakteur des Guinness-Buches, Craig Glenday, lobte die Ideen der Teilnehmer: „Jeder auf der ganzen Welt, egal, woher er kommt oder was er macht, kann seine Vorstellungskraft einsetzen, und ein Rekordhalter werden.“ Den „Guinness World Records Day“ gibt es seit 2005. Eine Auswahl der aufgestellten Rekorde wird im „Guinness World Records Buch“ veröffentlicht, das in mehr als 100 Ländern vertrieben und in 20 Sprachen übersetzt wird.

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