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Ermittler wollen sich äußern

Was genau zum Sturz von Michael Schumacher führte ist weiter offen. Aufschlüsse könnte ein neues Video bringen.

Hinweise auf die Unfallursache sollen die Helmkamera Michael Schumachers und ein Amateurvideo geben. Foto: Oliver Multhaup
Oliver Multhaup Hinweise auf die Unfallursache sollen die Helmkamera Michael Schumachers und ein Amateurvideo geben. Foto: Oliver Multhaup

Mit neuem Videomaterial will die Staatsanwaltschaft in den kommenden Tagen den schrecklichen Skiunfall von Michael Schumacher aufklären. Während sich der lebensgefährlich verletzte Formel-1-Rekordweltmeister auf der Intensivstation des Universitätskrankenhauses von Grenoble weiter in einem kritischen Zustand befindet, kündigten die Ermittler für Mitte der Woche eine Pressekonferenz an. Das genaue Datum soll noch bekanntgegeben werden.

Weitere Erkenntnisse über den Unfallhergang sollen unter anderem die Bilder einer Helmkamera liefern, die Schumacher bei seinem Sturz getragen hatte. Schumachers Managerin Sabine Kehm machte am Samstag in einer Mitteilung deutlich, dass die Familie den Behörden die Helmkamera „freiwillig im Rahmen der Untersuchungen“ übergeben habe. „Dass dies gegen den Willen der Familie geschehen ist, ist unwahr“, betonte sie.

Daneben sollen angeblich auch zufällige Aufnahmen eines Amateurfilmers aufgetaucht sein. Das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ berichtete, dass ein 35 Jahre alter Flugbegleiter nur wenige Meter von der Unfallstelle entfernt mit einem Smartphone seine Freundin gefilmt habe. Im Hintergrund des Films sei leicht verwackelt zu sehen, wie ein Skifahrer in dem nicht präparierten Teil zwischen zwei Pisten über den Schnee gleitet und schließlich zu Fall kommt.Nach Aussagen des möglichen Zeugen, der sich nach Angaben des Nachrichtenmagazins am Freitag beim „Spiegel“ meldete, handelte es sich bei dem Skifahrer offenbar um Schumacher. Bestätigt wurde dies von offiziellen Seiten nicht.

Vor allem die Frage, wie schnell Schumacher unterwegs war, bevor er mit dem Kopf auf einen Felsen aufschlug, ist von großem Interesse. Der vermeintliche Zeuge soll gesagt haben, Schumacher sei „gemächlich gefahren“. Dies würde zu Aussagen von Schumachers Managerin Sabine Kehm passen, die angesichts von Spekulationen über ein hohes Fahrtempo betont hatte, Schumacher sei nicht allzu schnell gefahren. Der zuständige Staatsanwalt Patrick Quincy sagte am Sonntag, dass die Ermittler eine Kopie des Videos anfordern wollen.

Nachdem am Wochenende Berichte über mögliche Veränderungen von Schumachers zustand kursiert waren, stellte seine Managerin in der Mitteilung am Samstag noch einmal unmissverständlich klar: „Wir betonen ausdrücklich, dass jegliche Information über seinen Gesundheitszustand, die nicht von den behandelnden Ärzten oder seinem Management stammt, nicht valide und reine Spekulation ist.“