Geplanter Bankraub:

Erneuter Tunnelbau in Berlin gescheitert

Wieder haben Unbekannte in Berlin versucht, mit Hilfe einer überdimensionalen Bohrmaschine in eine Bank einzubrechen. Doch diesmal kam etwas dazwischen.

Mit diesem Bohrer wollten die Täter ein Loch in Bank bohren.
Jörg Carstensen Mit diesem Bohrer wollten die Täter ein Loch in Bank bohren.

Die Täter bohrten von einem benachbarten Kellerraum der Filiale im Stadtteil Gesundbrunnen ein rund 50 Zentimeter großes Loch, lösten aber am Sonntagabend einen Alarm aus und flüchteten – bevor sie ihre Arbeit beenden konnten.

Die Polizei prüft nun, ob es einen Zusammenhang mit dem spektakulären Coup in Steglitz zu Beginn des Jahres gibt. Dort hatten Unbekannte einen 45 Meter langen Tunnel gebohrt und Hunderte Schließfächer ausgeräumt.

An den Einbruchsversuch erinnerte am Montag noch die Bohrmaschine. Der Diamantbohrkopf mit einem halben Meter Durchmesser steckte noch in der Wand. Es sei eine baugleiche Profibohrmaschine verwendet worden, sagte ein Polizeisprecher. Auch dieses Mal war ein Tresorraum mit Schließfächern das Ziel, über deren Inhalt aber nichts bekannt ist. Die Polizei geht davon aus, dass die flüchtigen Täter seit rund einer Woche in dem Keller gearbeitet hatten. Dass ein Einzelner am Werk war, könne ausgeschlossen werden. Dafür sei der Aufwand zu groß.